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Samstag, 31. Juli 2010

Prozess um "Sex-Angriff": Al Gore muss nicht vor Gericht

Der Ex-US-Vizepräsident und Nobelpreisträger Al Gore kann aufatmen - der Prozess wegen eines angeblichen "sexuellen Angriffs" gegen eine Masseurin ist beendet. Die Staatsanwaltschaft stellt die Ermittlungen ein. Es gebe kaum Beweise únd Unstimmigkeiten in den Aussagen der Klägerin.
Eingestelltes, neu aufgerolltes Verfahren wieder eingestellt: Al Gore kann sich endlich zurücklehnen.

Eingestelltes, neu aufgerolltes Verfahren wieder eingestellt: Al Gore kann sich endlich zurücklehnen.
(Foto: AP)

Der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore muss sich nach Sex-Vorwürfen nicht vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft in Portland im US-Bundesstaat Oregon teilte mit, dass die Angelegenheit abgeschlossen ist. "Aus Mangel an glaubwürdigen Beweisen" sei eine Strafverfolgung in dem Fall nicht angebracht, hieß es.

Die Polizei hatte kürzlich mehrere Jahre alte Ermittlungen gegen den Gore wegen angeblicher sexueller Belästigung wieder aufgerollt. In dem Fall, der eigentlich schon wegen mangelnder Beweise zu den Akten gelegt worden war, wurde dem Nobelpreisträger vorgeworfen, 2006 eine Masseurin in einem Hotel zu ungewollten sexuellen Kontakten gedrängt zu haben. Die Vorwürfe kamen Ende Juni durch einen Artikel in der Boulevardzeitung "National Enquirer" ans Tageslicht. Laut Polizeibericht sagte die Massage-Therapeutin den Behörden, Gore habe sie "in seinem Hotelzimmer sexuell angegriffen".

Unstimmigkeiten der Vorwürfe

Die Staatsanwaltschaft listete mehrere Unstimmigkeiten in der Aussage der Masseurin auf. Sie habe zudem einen Lügendetektortest nicht bestanden und ihre Geschichte an ein Boulevardblatt verkauft, hieß es.

Eine Sprecherin von Gore (62) sagte, der Ex-Vize von Präsident Bill Clinton habe die Vorwürfe von Anfang an "unmissverständlich und entschieden" zurückgewiesen. Gore sei froh, dass die Angelegenheit nun erledigt ist, teilte seine Sprecherin mit.

dpa

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