Panorama

New Yorks Hotels verteilen Panic ButtonAlarmknopf fürs Zimmermädchen

21.02.2012, 19:52 Uhr
20469230
(Foto: picture alliance / dpa)

Mit dem Fall Strauss-Kahn soll das Ganze nichts zu tun haben, aber eine Verbindung lässt sich schwer leugnen: Hotelangestellte in New Yorker Hotels sollen mit einem tragbaren Alarmknopf ausgestattet werden. Diesen sollen sie im Notfall betätigen, wenn sie etwa von einem Gast bedroht werden.

Zimmermädchen und andere Hotelangestellte in New York bekommen künftig einen tragbaren Alarmknopf. Mit dem "Panic Button" sollen sie sofort Hilfe rufen können, wenn sie zum Beispiel bedroht werden, bestätigte die Hotelvereinigung der Stadt. Die kleinen Geräte sollen nach und nach innerhalb eines Jahres eingeführt werden.

Ein Gewerkschaftssprecher bestritt gegenüber dem Sender CNN, dass die Alarmknöpfe etwas mit dem zu tun hätten. Schon seit Jahren gebe es die Überlegung, ein Notrufsystem einzuführen. Der damalige Währungsfonds-Chef war im Mai vergangenen Jahres von einem Zimmermädchen beschuldigt worden, es sexuell angegriffen zu haben. Drei Monate später wurde die Anklage fallengelassen, nachdem die Frau zahlreicher Lügen überführt worden war.

Allerdings: Zwei Hotels haben die "Panic Buttons" schon eingeführt. Das eine ist das Sofitel am Times Square, in dem Strauss-Kahn damals genächtigt hatte. Das andere ist das The Pierre. In dem Hotel hatte ein Banker ein Zimmermädchen angegriffen.

In New York gibt es zehntausende Hotelmitarbeiter, allein ihre Gewerkschaft hat 30.000 Mitglieder. Nach Angaben des Verbandes kommt es nicht oft vor, dass sich Hotelgäste an Mitarbeitern vergreifen. Jeder einzelne Fall sorge aber für Unsicherheit am Arbeitsplatz. Über die Kosten für die neuen Alarmknöpfe ist nichts bekannt.

Quelle: dpa