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Augenzeugen am Tatort sind schockiert.
Augenzeugen am Tatort sind schockiert.(Foto: REUTERS)

Neue Bluttat in Aurora: Amerikaner tötet drei Geiseln

Als die Polizei ihn mit einem gezielten Schuss tötet, ist es bereits zu spät: Der Geiselnehmer hat drei Menschen erschossen. Während die USA über ihre Waffengesetze diskutieren, richtet wieder ein offenbar Verwirrter großes Leid an. Wieder trifft es die Stadt Aurora, die im Sommer von einem Amoklauf erschüttert wurde.

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Bei einer Geiselnahme in der Stadt Aurora im US-Bundesstaat Colorado sind am Samstag vier Menschen getötet worden,  darunter der Geiselnehmer. Wie die Polizei erklärte, gelang es einer Geisel, aus dem Haus zu entkommen, in dem sich der Täter verschanzt hatte, und Polizisten zu verständigen. Mehrere Gebäude in der Nähe wurden vorsichtshalber geräumt.

Ein Polizist berichtete, der "bewaffnete und gefährliche" Mann habe sich gegen 3 Uhr Ortszeit mit seinen Geiseln verschanzt. Einer weiblichen Geisel sei schließlich die Flucht gelungen. Sie habe die Polizei verständigt. Die Beamten hätten Kontakt zu dem Mann bekommen, die Verbindung sei aber immer wieder abgebrochen worden, da sich der Geiselnehmer sehr "irrational" verhalten habe.

Spezialkräfte näherten sich dann in einem gepanzerten Fahrzeug dem Haus, woraufhin der Verdächtige mehrfach auf das Fahrzeug geschossen habe. Keiner der Polizisten sei jedoch verletzt worden. Die Beamten hätten zunächst nicht zurückgeschossen. Als der Geiselnehmer jedoch später wieder aus einem Fenster auf die Polizisten schoss, erwiderten diese das Feuer und trafen den Mann tödlich.

Aurora wurde durch "Batman"-Amoklauf bekannt

Als die Polizisten die Wohnung betraten, fanden sie die drei von dem Schützen getöteten Geiseln – zwei Männer und eine Frau. Über das Motiv der Tat ist noch nichts bekannt. Unklar ist auch, um wen es sich bei den Opfern handelt.

In der Stadt Aurora mit 300.000 Einwohnern hatte der mutmaßliche Todesschütze James Holmes im vergangenen Juli in einem Kino während der Premiere des jüngsten "Batman"-Films zwölf Menschen erschossen und 58 weitere verletzt. Gegen den Studenten der Neurowissenschaften läuft derzeit ein Gerichtsverfahren, bei einer Verurteilung wegen Mords droht ihm die Todesstrafe.

Die Tat hatte die Waffendebatte in den USA wieder angefacht. Die Diskussion intensivierte sich im Dezember nach dem Amoklauf in einer Grundschule im Bundesstaat Connecticut, wo der Schütze 20 Kinder und sechs Mitarbeiter der Schule tötete.

Quelle: n-tv.de

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