Donnerstag, 11. März 2010
200.000 Waffen abgegeben: Amnestie war offenbar Erfolg
Die nach dem Amoklauf von Winnenden gestartete Amnestie für illegalen Waffenbesitz hat im vergangenen Jahr zur Abgabe von rund 200.000 Waffen geführt. Das Bundesinnenministerium erklärte dazu, die Zahl zeige "eine Sensibilisierung in der Bevölkerung" für das Thema. "Sicherheitsexperten werten das Ergebnis der Amnestieregelung als Erfolg", sagte ein Sprecher. Die SPD regte eine Neuauflage der Amnestie an.
Die Bundesregierung hatte nach dem Amoklauf von Winnenden vor einem Jahr das Waffenrecht reformiert, zum dritten Mal innerhalb von sechs Jahren. Unter anderem wurde zum 1. August eine fünfmonatige Amnestie für Besitzer illegaler Waffen gestartet, die am 31. Dezember endete.
Auch der SPD-Innenexperte Fritz Rudolf Körper wertete die Amnestieregelung als Erfolg. Allein in Rheinland-Pfalz seien von 1443 Personen 8238 Waffen abgegeben worden, sagte er im Deutschlandfunk. "Die Frage stellt sich für mich, ob man dieses Angebot dieser Amnestieregel nicht noch mal wiederholen sollte."
dpa
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