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Zwei Brandsätze trafen am 1. Oktober 2016 Fenster der Flüchtlingsunterkunft in Jüterbog.
Zwei Brandsätze trafen am 1. Oktober 2016 Fenster der Flüchtlingsunterkunft in Jüterbog.(Foto: dpa)
Montag, 17. Juli 2017

Anschlag auf Flüchtlingsheim: Angeklagter gesteht Brandattacke

Ein 21-Jähriger wird angeklagt, weil er zwei Brandsätze auf eine Flüchtlingsunterkunft in Brandenburg geworfen haben soll. Nun gesteht er die Tat, bei der nur geringer Sachschaden entstand. Trotzdem droht ihm eine lange Haftstrafe.

Ein Angeklagter hat gestanden, einen Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim in Brandenburg verübt zu haben. Zu Prozessbeginn gab der 21-Jährige zu, zwei Brandsätze auf das Heim für minderjährige Flüchtlinge in Jüterbog geworfen zu haben. Als Grund gab er an, dass ihm ein Asylbewerber aus dem Heim das Portemonnaie gestohlen habe.

"Ich war betrunken und sauer, dass ich bestohlen wurde", sagte der Angeklagte vor der 2. Strafkammer des Potsdamer Landgerichts. Im Nachhinein könne er seine Tat aber nicht mehr begreifen. "Ich hatte nie die Absicht, Menschen zu töten oder zu verletzten", beteuerte der 21-Jährige. Er wollte den Dieb lediglich erschrecken.

Die Staatsanwaltschaft sieht in der Tat den versuchten Mord an den 20 minderjährigen Flüchtlingen, die in dem Heim lebten. Der Angeklagte hatte in der Nacht zum 1. Oktober vergangenen Jahres zwei Brandsätze gegen ein Fenster der Unterkunft geworfen und damit in Kauf genommen, dass die jungen Flüchtlinge bei einem Brand des Heims hätten ums Leben kommen können. Dem Angeklagten drohen demnach mehrere Jahre Haft.

Die Brandsätze trafen das Fenster eines unbewohnten, als Abstellraum genutzten Zimmers, ohne jedoch die Verglasung zu durchschlagen. Betreuer konnten das Feuer schnell löschen. Der Schaden dabei beläuft sich auf rund 1.500 Euro.

Quelle: n-tv.de

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