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Der Angeklagte gibt Manuel Charr die Schuld für die Eskalation.
Der Angeklagte gibt Manuel Charr die Schuld für die Eskalation.(Foto: picture alliance / dpa)

Prozessauftakt in Essen: Angeklagter gesteht Schuss auf Boxer Charr

In einer sechsstündigen Notoperation kämpfen die Ärzte um das Leben von Profiboxer Manuel Charr. Sechs Monate später muss sich ein 25-Jähriger wegen Mordversuchs vor Gericht verantworten. Zum Prozessauftakt gesteht er. Auslöser war ein Streit um die Boxer-Ehre.

Mit einem Geständnis hat der Prozess um einen Mordanschlag auf Profiboxer Manuel Charr begonnen. "Der Angeklagte wollte Charr eine Lektion erteilen", hieß es in einer Erklärung, die der Verteidiger des 25-Jährigen vor dem Landgericht Essen verlas. Er habe dem Boxer aber nur ins Bein schießen wollen. Dass die Kugel in den Unterbauch eindrang, habe der 25-Jährige erst später erfahren. Darüber sei er sehr betroffen gewesen.

Auslöser der Bluttat, die Charr nur knapp überlebte, sei ein Streit um die Boxerehre gewesen. Der Angeklagte habe nach einer Niederlage Charrs im Kampf gegen den Letten Mairis Briedis ein Video davon im Internet gepostet, hieß es in der Erklärung. Daraufhin sei es zwischen den beiden Männern zu üblen Beleidigungen gekommen. Am Ende habe die Sache "von Mann zu Mann" geklärt werden sollen.

Der Angeklagte machte Charr für die Eskalation verantwortlich. Dieser habe ihm vor der Tatnacht mitteilen lassen, dass er dessen Mutter und Schwester in seiner Gewalt habe - was allerdings nicht gestimmt habe.

Nur deshalb sei der 25-Jährige in der Nacht auf den 2. September 2015 in einem Essener Döner-Imbiss aufgetaucht, wo es zu der Tat kam. Das Leben von Charr wurde in einer mehrstündigen Not-Operation gerettet. Die Anklage lautet auf Mordversuch. Charr selbst soll erst zu einem späteren Zeitpunkt als Zeuge vernommen werden.

Quelle: n-tv.de

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