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In der Umkleide eines Schwimmbads soll es zum einvernehmlichen Oralverkehr gekommen sein.
In der Umkleide eines Schwimmbads soll es zum einvernehmlichen Oralverkehr gekommen sein.(Foto: imago/blickwinkel)
Donnerstag, 20. April 2017

Schwere Missbrauchsvorwürfe: Angeklagter gibt 13-Jähriger die Schuld

Einem 30-jährigen Kölner wird vorgeworfen, eine Minderjährige mehrfach sexuell missbraucht zu haben. Der Angeklagte gesteht den sexuellen Kontakt, doch die Schuld sieht er nicht bei sich, sondern bei dem vermeintlichen Opfer.

Die Kölner Staatsanwaltschaft muss sich aktuell mit einem schweren Fall sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen auseinandersetzen. Wie der Kölner "Express" berichtet, soll der 30 Jahre alte Angeklagte Dennis Z. neunmal mit einer 13-Jährigen intim gewesen sein, davon achtmal mit vollzogenem Beischlaf. Die Tatorte sollen laut Anklage von der Wohnung des Angeklagten über das Aqualand, ein weiteres Schwimmbad bis zu Sex im Freien reichen.

Der Angeklagte, der bei der Polizei jeden sexuellen Kontakt zu dem Mädchen bestritt, überraschte beim Prozessauftakt mit einem Geständnis - allerdings anders, als der Richter es erwartet hatte. Er gab zu, dass er mit der 13-Jährigen geschlafen habe, schuld sei aber eindeutig das Mädchen: "Jeden Tag, jede Stunde hat sie mir auf Facebook und per WhatsApp geschrieben, geäußert, was sie mit mir tun würde, wenn wir zusammen im Bett wären." Außerdem habe sie ihm pornografische Fotos und Filme von sich geschickt.

"Sie hat das alles freiwillig gemacht", behauptete Dennis Z., der den Angaben zufolge zeitweise eine Prostituierte in seiner Wohnung anschaffen ließ. Im Spielzimmer seiner Nichte habe er die 13-Jährige kennengelernt. Danach hätten sie sich alleine getroffen und Sex in seiner Wohnung gehabt. In der Umkleide eines Schwimmbads wäre es zu Oralverkehr gekommen. "Sie hat mich die ganze Zeit beim Schwimmen angemacht. Weil es so voll war, hat sie gefragt, ob sie mit in die Umkleidekabine kann", so Dennis Z..

Der Richter fragte nach, ob ihm nicht aufgefallen sei, dass das Mädchen erst 13 Jahre alt ist. Daraufhin der Angeklagte: "Sie sagte, sie wäre rasiert. Sie war sehr frühreif. Meine Nichte ist ja auch 13, die benimmt sich anders."

Ein Urteil wurde in dem Fall noch nicht gesprochen.

Quelle: n-tv.de

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