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Der Unglücksort ist bei Touristen besonders wegen seiner Aussicht beliebt.
Der Unglücksort ist bei Touristen besonders wegen seiner Aussicht beliebt.(Foto: AP)

Familie verunglückt in Irland: Auto stürzt von Hafenmole ins Wasser

Im Urlaubsort Buncrana im Nordwesten Irlands stürzt ein Auto von einer Mole in den Meeresarm. Augenzeugen rufen die Küstenwache. Doch für die im Auto eingeschlossenen Familie kommt jede Hilfe zu spät - nur ein zwei Monate alter Säugling überlebt.

Beim Sturz ihres Wagens von einer Mole in Irland sind fünf Insassen eines Autos ums Leben gekommen. Ein zwei Monate altes Baby überlebte den Unfall dank der Hilfe eines Augenzeugen, teilte die Polizei mit. Der Mann habe den Säugling aus dem sinkenden Fahrzeug gerettet. Er sei ins Wasser gesprungen, und der Vater habe ihm das Baby aus dem geöffneten Fenster gereicht, kurz bevor der Wagen unterging. Für die Bergungsarbeiten waren mehrere Schiffe der Küstenwache, ein Hubschrauber sowie Fischerboote im Einsatz. Das Baby wurde im Krankenhaus behandelt.

Die fünf Todesopfer gehörten laut irischen Medienberichten derselben Familie an. Laut Polizei handelte es sich um einen 46-jährigen Mann, seine acht und zwölf Jahre alten Söhne sowie eine 57-jährige Frau und ihre 15-jährige Tochter. Ein Passant, der zufällig Zeuge des Unglücks war, rettete demnach das zwei Monate alte Mädchen aus dem Auto. Der Zustand des Babys sei stabil.

Nach Angaben der Küstenwache stürzte der Wagen am Sonntag im Urlauberort Buncrana im Nordwesten Irlands von der wegen ihrer Aussicht beliebten Mole in den Meeresarm. Die von Augenzeugen gerufene Küstenwache traf schnell ein, konnte aber die im Auto eingeschlossenen Insassen nicht retten.

Die Polizei nahm Ermittlungen zur Unglücksursache auf. Nach ersten Erkenntnissen geriet das Auto ins Rutschen, als der Fahrer des Wagens versuchte, auf der Mole zu wenden. Der nordirische Vize-Regierungschef Martin McGuinness sprach in einer ersten Reaktion von "sehr traurigen Nachrichten". Seine Gedanken seien bei den Angehörigen der Opfer und den Bergungskräften, erklärte er auf Twitter.

Quelle: n-tv.de

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