Panorama

Reisebus-Crash mit 14 TotenAutofahrerin muss vor Gericht

14.01.2011, 13:33 Uhr

Es war einer der schlimmsten Unfälle auf deutschen Autobahnen im vergangenen Jahr: Auf der A10 prallen ein Reisebus und ein Auto zusammen, 14 Menschen verlieren ihr Leben. Die 37-jährige Fahrerin des Unfallwagens sieht sich nun einer Anklage wegen fahrlässiger Tötung gegenüber. Sie soll zu schnell unterwegs gewesen sein.

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Bei dem schweren Unfall kamen 14 Menschen ums Leben. (Foto: picture alliance / dpa)

Knapp vier Monate nach dem tragischen Unfall eines polnischen Reisebusses bei Berlin hat die Staatsanwaltschaft Potsdam Anklage gegen eine Autofahrerin erhoben. Der 37-Jährigen wird fahrlässige Tötung in 14 Fällen vorgeworfen, teilte ein Behördensprecher mit. Die Anklage stützt sich auf das Gutachten eines Sachverständigen zum Unfallhergang.

Danach hat die Frau "trotz regnerischer Witterung und ungeachtet der Fahrbahnverhältnisse" ihren Wagen zu stark beschleunigt, als sie auf die Autobahn 10 auffuhr. Sie verlor die Kontrolle über ihren Wagen und prallte gegen den vorbeifahrenden Reisebus. Dieser wurde durch den Zusammenstoß an einen Brückenpfeiler gelenkt. Bei dem Unfall am Schönefelder Kreuz am 26. September 2010 waren 14 Menschen getötet und 35 verletzt worden. Die Fahrerin des Wagens, die bei der Berliner Polizei tätig ist, soll sich nach dem Willen der Staatsanwaltschaft vor dem Landgericht Potsdam verantworten. Einen Termin gibt es noch nicht.

Der Bus mit 49 Insassen - Mitarbeiter des Forstamtes Zlocieniec und deren Angehörige sowie zwei Busfahrer - war auf der Urlaubsrückreise durch Brandenburg.

Quelle: dpa