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Entschädigung für Falschbericht: BBC zahlt McAlpine aus

Die BBC ist darum bemüht, die Krise des Senders rasch vom Tisch zu bekommen. Mit dem Tory-Politiker McAlpine kommt es schnell zu einer Einigung über Entschädigung. Damit dürften die juristischen Folgen des Falschberichts über Kindesmissbrauch ausgestanden sein. Neues gibt es aber auch in den Ermittlungen um Missbrauchsfälle innerhalb der BBC.

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Nach dem falschen BBC-Bericht über die angebliche Verwicklung eines Politikers in einen Kindesmissbrauchsskandal zahlt der Sender Entschädigung. Der Tory-Politiker Alistair McAlpine erhält 185.000 Pfund, wie die BBC mitteilte. Die Summe entspreche einer Vereinbarung mit dem Politiker, nachdem dieser eine Verleumdungsklage eingereicht hatte, hieß es in der Erklärung der BBC weiter.

Die "umfangreiche" Zahlung stehe für die "Schwere der Vorwürfe", die fälschlicherweise erhoben worden seien. Neben der Entschädigungszahlung sollen McAlpine, der in der Ära von Premierministerin Margaret Thatcher tätig war, auch seine Kosten erstattet werden. Zudem wird vor Gericht eine Erklärung verlesen, mit der sich die BBC bei ihm entschuldigen will.

Affäre um Savile geht weiter

Auch Dave Lee Travis werden Sexualstraftaten vorgeworfen.
Auch Dave Lee Travis werden Sexualstraftaten vorgeworfen.(Foto: REUTERS)

McAlpine begrüßte die "schnelle und frühe Einigung mit der BBC". Er wolle jetzt auch eine Einigung mit weiteren Organisationen erzielen, "die verleumderische Äußerungen" über ihn veröffentlicht hätten sowie mit Einzelpersonen, die den Kurznachrichtendienst Twitter zur Verbreitung genutzt hätten.

Neben dem Skandal ist die BBC zudem in eine weitere Missbrauchsaffäre verwickelt. In diesem Fall geht es um den einstigen BBC-Starmoderator Jimmy Savile, der jahrelang Kinder missbraucht haben soll. Savile starb vergangenes Jahr im Alter von 84 Jahren. Der BBC-Nachrichtensendung "Newsnight", in der auch der falsche Bericht über McAlpine lief, wird vorgeworfen, Hinweise zum Fall Savile zurückgehalten zu haben. Zudem gibt es Vorwürfe, dass Savile von BBC-Mitarbeitern jahrelang gedeckt wurde.

Travis auf Kaution wieder frei

In der Affäre gab es nun eine vierte Festnahme. Bei dem Verdächtigen handele es sich um Saviles BBC-Kollegen, den 67-jährigen ehemaligen Radio-DJ Dave Lee Travis, berichteten britische Medien. Die Polizei sprach lediglich von einem etwa 60 Jahre alten Mann, dem Sexualstraftaten vorgeworfen würden. Wie am Abend bekanntwurde, kam der Mann nach seiner Aussage auf Kaution wieder frei.

Laut Medienberichten arbeitete Travis zusammen mit Savile 25 Jahre lang für BBC Radio 1, bevor er zum BBC-Programm World Service Network wechselte. Bislang gibt es keine Hinweise, dass Travis Pädophilie zur Last gelegt wird. Allerdings werfen ihm zwei Frauen vor, er habe sie in den 70er und 80er Jahren belästigt, was Travis vehement zurückweist.

Die Affäre Savile erschüttert Großbritannien seit Wochen, immer wieder gibt es neue Enthüllungen. Im Zusammenhang mit dem Skandal wurden auch drei britische Prominente festgenommen, unter ihnen Ex-Glam-Rock-Star Gary Glitter. Auch sie kamen aber gegen Kaution wieder auf freien Fuß.

Quelle: n-tv.de

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