Exzessives "Binge Drinking"BZgA: Kein Alkohol für Kids
Eine Million Jungen und Mädchen konsumieren mindestens einmal im Monat hintereinander fünf oder mehr alkoholische Getränke. Darauf weist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Köln hin.
Mehrere hunderttausend Kinder und Jugendliche in Deutschland trinken exzessiv und gesundheitsgefährdend Alkohol. Darauf hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Köln hingewiesen. Nach einer BZgA-Studie von 2008 haben unter den 12- bis 17-Jährigen 17,4 Prozent pro Woche mindestes einmal Alkohol getrunken. 20 Prozent - also eine Million Jungen und Mädchen - konsumierten mindestens einmal im Monat hintereinander fünf oder mehr alkoholische Getränke, was als exzessives "Binge Drinking" bezeichnet wird.
Die Gefahr einer Alkoholvergiftung sei bei Kindern wesentlich größer als bei Erwachsenen, betonte die Bundeszentrale. Jugendliche Rauschtrinker haben zudem ein deutlich höheres Risiko, später alkoholabhängig zu werden als junge Menschen, die gar nicht oder moderat Alkohol zu sich nehmen. Die meisten unterschätzen laut BZgA die Risiken oder ignorieren, dass Rauschtrinken aggressiv machen, die Unfallgefahr erhöhen und zu einer lebensgefährlichen Vergiftung führen kann.
Auch an den nun kommenden tollen Tagen müssten sich Geschäfte, Tankstellen, Disco-Besitzer oder Gastwirte strikt ans Jugendschutzgesetz halten, betonte die BZgA: An unter 16-Jährige darf gar kein Alkohol abgegeben werden, Spirituosen sind erst ab 18 Jahren erlaubt. "Für die Karnevalstage gibt es keine Ausnahme."