Panorama
Blitze am Himmel in Süddeutschland.
Blitze am Himmel in Süddeutschland.(Foto: imago/7aktuell)
Montag, 31. Juli 2017

Unwetter im Süden und Osten: Bäume stürzen um, Bahnstrecken gesperrt

In Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern verursachen schwere Gewitter Schäden. Im Süden ist die Bahnfahrt für 1600 Reisende vorzeitig beendet. Im Nordosten gehen kirschgroße Hagelkörner nieder, Bäume stürzen um.

Nach Überflutungen in einigen Landesteilen sind erneut schwere Gewitter über Deutschland hinweggezogen. Betroffen waren am Sonntag vor allem der Südwesten und Mecklenburg-Vorpommern. In Offenburg in Baden-Württemberg saßen Bahnreisende stundenlang fest. Etwa 1000 Menschen wurden am Abend von Einsatzkräften versorgt, wie ein Sprecher der Bundespolizei berichtete. In der Region waren Bäume entwurzelt worden.

Auf einem von der Bundespolizei auf Twitter veröffentlichten Bild war zu sehen, wie Hunderte Menschen in Offenburg mit ihren Koffern bei leichtem Regen unter freiem Himmel warteten. Laut Bundespolizei waren in der Region an zwei verschiedenen Stellen Oberleitungen durch den Sturm beschädigt worden. Auch in Baden-Baden saßen zeitweise bis zu 600 Bahnreisende fest.

Nach Angaben der Deutschen Bahn wurde die Strecke zwischen Offenburg und Freiburg am Sonntagabend komplett gesperrt. Das ist eine wichtige Verbindung für den Nord-Süd-Fernverkehr. Dort stehe wegen regulär geplanter Bauarbeiten ohnehin nur ein Gleis zur Verfügung, erklärte eine Sprecherin. Bei Orschweier sei die Oberleitung auf einer Länge von 600 Metern beschädigt worden. Die Reparaturarbeiten sollen in der Nacht abgeschlossen werden.

Am stärksten regnete es in Mittelfranken, es regnete 54 Liter pro Quadratmeter und Stunde. Bis zu vier Zentimeter große Hagelkörner gingen in Baden-Württemberg etwa über Ulm und Ellwangen nieder. An der Ostseeküste gab es schwere Sturmböen. In Mecklenburg-Vorpommern stürzten Bäume um. Laut Polizei "zerpflückten" etwa in Waren an der Müritz kirschgroße Hagelkörner etliche Baumkronen und andere Pflanzen. Das Freilufttheater "Müritz-Saga" musste deswegen unterbrochen werden.

Hochwasserlage entspannt sich

Schon wenige Stunden zuvor waren Gewitter über die Seenplatte hinweggezogen und hatten für zwei Feuer in Wohnhäusern in Schwastorf bei Waren und in Neubrandenburg gesorgt. Dort waren Blitze eingeschlagen. In der Oberpfalz in Bayern stand ebenfalls ein Wohnhaus in Flammen. Ein Blitz hatte der Polizei zufolge das Gebäude am Sonntagabend getroffen. Ein älteres Ehepaar erlitt eine Rauchvergiftung.

Unterdessen entspannte sich die Hochwasserlage in Südniedersachsen. Weiter nördlich an der Aller und am Unterlauf der Leine werden nun hohe Pegelstände erwartet. "Die Hochwasserwelle ist noch nicht durch", sagte der Sprecher des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz.

In Wolfenbüttel bei Braunschweig sind fast alle Bewohner wieder in ihre Häuser zurückgekehrt. Sie hätten in Abstimmung mit der Stadt damit begonnen, Sperrmüll an die Straße zu stellen, teilte die Stadtverwaltung mit. Heute Nachmittag und Abend kann es im Südwesten erneut Gewitter geben. Sie könnten in der Nacht zum Dienstag über die Mitte in den Osten Deutschlands ziehen.

Quelle: n-tv.de

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