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Der Hund war schon länger unterwegs.
Der Hund war schon länger unterwegs.(Foto: picture alliance / Friso Gentsch)

Verletzt auf Brücke im Saarland: Bahn setzt Sonderzug für Hunderettung ein

Es ist ein außergewöhnlicher Rettungseinsatz: Mit einer Sonderfahrt in der Saarbahn versuchen Polizisten einen verletzten Hund auf einem Viadukt in zehn Meter Höhe zu bergen. Und es gelingt ihnen - doch das Happy End bleibt aus.

Ein von einem Zug erfasster Hund ist im Saarland von einer Bahnbrücke gerettet worden. Zunächst sah es so aus, als würde das Tier überleben, am Ende wurde es aber wegen der schweren Verletzungen eingeschläfert.

Das Tier - vermutlich ein Labrador - war am Dienstagabend auf dem Viadukt in Heusweiler-Eiweiler von einem Zug der Saarbahn erfasst worden, wie die Polizei mitteilte. Der Fahrer hatte die Kollision bemerkt, seine Leitstelle informiert - und die wiederum hatte die Polizei alarmiert.

Allerdings ließ sich der Vierbeiner auf der zehn bis zwölf Meter hohen Brücke auch wegen Schnee- und Eisglätte nur schwer bergen. "Von unten war da gar nicht heranzukommen", sagte ein Sprecher. Die Saarbahn hatte dann eine Sonderfahrt angeboten. Mit diesem Zug fuhren zwei Polizisten mit und bargen das Tier. Dadurch verzögerten sich einige Touren der Privatbahn auf der Strecke zwischen Heusweiler und Lebach.

Der Hund kam schließlich in eine Tierklinik in Püttlingen. Über einen implantierten Chip wurden die Halter aus dem rund zehn Kilometer entfernten Göttelborn ausfindig gemacht. Sie seien sehr froh gewesen, den Hund wiederzusehen, sagte der Polizeisprecher und ergänzte zunächst noch: "Es geht ihm den Umständen entsprechend gut. Er wird es überleben."

Kurz darauf meldeten sich die Besitzer bei den Beamten und sagten, das Tier habe wegen der schweren Verletzungen doch eingeschläfert werden müssen. Der Hund war dem Polizeisprecher zufolge entlaufen, das hätten die Besitzer auch gemeldet. "Er war schon länger unterwegs."

Quelle: n-tv.de

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