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Freitag, 18. September 2009

Chaos bei der Berliner S-Bahn: Bahnchef entschuldigt sich

Wenn nur noch ein Viertel der Züge auf den Schienen ist, sind diese übervoll - die Stimmung bei Fahrgästen und Personal ist gereizt.

Wenn nur noch ein Viertel der Züge auf den Schienen ist, sind diese übervoll - die Stimmung bei Fahrgästen und Personal ist gereizt.
(Foto: picture-alliance/ dpa)

Deutsche-Bahn-Chef Rüdiger Grube hat sich für das Chaos bei der Berliner S-Bahn entschuldigt. "Was bei der S-Bahn Berlin passiert, ist eine Zumutung für unsere Kunden, aber auch für unsere Mitarbeiter. Das tut mir aufrichtig leid und dafür möchte ich mich in aller Form und ausdrücklich entschuldigen", sagte er der "Bild"-Zeitung. Die "Schlampereien bei der Wartung" der Züge seien "ein schlimmer Vorgang." So etwas dürfe nicht wieder geschehen.

Grube kündigte deshalb personelle Konsequenzen im Unternehmen an. "Wenn alle Fakten auf dem Tisch liegen, werden wir die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen. Ohne Ansehen der Person", versprach der Bahnchef.

Grube versprciht, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Grube versprciht, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
(Foto: picture-alliance/ dpa)

Grube reagierte zugleich auf die Kritik an der S-Bahn-Mutter Deutsche Bahn, von der gefordert wurde, auf die Gewinnabführung der S-Bahn zu verzichten. "Die DB hat bisher über eine Milliarde Euro in die S-Bahn Berlin investiert, das ist weitaus mehr, als sie an Gewinnen zurückerhalten hat", betonte er.

Wegen mangelnder Wartung musste die S-Bahn Anfang des Monats ein Großteil ihrer Züge zur technischen Überprüfung aus dem Verkehr ziehen. Nur noch rund ein Viertel der Fahrzeuge ist im Einsatz. Bereits seit Juli rollten in der Hauptstadt die Züge nur noch eingeschränkt. Damals waren nach einem Radbruch massive Sicherheitsmängel aufgeflogen.

dpa/AFP

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