Panorama

Pläne für Bombenanschlag offengelegtBandidos wollten Überläufer töten

01.08.2012, 12:17 Uhr
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(Foto: dapd)

Im Rockerkrieg wird mit harten Bandagen gekämpft. Nun finden Ermittler heraus, dass einzelne Bandidos sogar vorhatten, Abtrünnige mit einer Bombe zu ermorden. Auf die Spur der Anschlagspläne kommen sie, als sie im Rostocker Hafen Rocker mit Sprengstoff aufgreifen. Derweil nehmen die Beamten erneut die rivalisierten Hells Angels ins Visier.

Mitglieder der kriminellen Rockervereinigung Bandidos sollen in Berlin einen Sprengstoffanschlag auf Überläufer zu den Hells Angels geplant haben. Das habe sich aus Ermittlungen ergeben, so der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Martin Stelter. Der "Tagesspiegel" schreibt, die Abtrünnigen sollten offenbar aus Rache getötet werden. Die Ermittlungen werden von den Behörden in Mecklenburg-Vorpommern geführt.

Drei Verdächtige sitzen deswegen in der Nähe von Rostock in Untersuchungshaft. Sie waren bereits Anfang Juli mit einem Kilo Sprengstoff im Gepäck am Rostocker Hafen gestellt worden. Den Männern, die mit einer Fähre aus Dänemark nach Deutschland einreisen wollten, werden Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz und Vorbereitung einer Sprengstoffexplosion vorgeworfen.

Unterdessen ist die Polizei mit groß angelegten Razzien in drei Bundesländern erneut gegen die kriminelle Rockerszene vorgegangen. In Sachsen, Brandenburg und Baden-Württemberg wurden elf Wohnungen von ehemaligen Hells Angels durchsucht, sagte der Berliner Polizeisprecher Volker-Alexander Tönnies.

Ziel war demnach, das Verbot der Rockergruppierung Hells Angels Berlin City durchzusetzen und kriminelle Strukturen offenzulegen. Festgenommen wurde niemand. Rund 100 Beamte waren im Einsatz. Sie stellten in Brandenburg und Baden-Württemberg verbotene Bekleidung sicher.

Quelle: ntv.de, jog/dpa