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Auch durch rohe Gewalt sind die Täter nicht an das Geld gekommen.
Auch durch rohe Gewalt sind die Täter nicht an das Geld gekommen.(Foto: dpa)

Loch in Haus gerissen: Bankräuber rücken mit Radlader an

In Thüringen fahren Diebe schweres Gerät auf: Mit einem Radlader rammen sie eine Bankfiliale, um den Geldautomaten aus der Wand herauszubrechen. Obwohl sie fast das ganze Haus zum Einsturz bringen, lohnt sich der Aufwand für die Räuber nicht.

Mit brachialer Gewalt haben Bankräuber in Thüringen versucht, einen Geldautomaten herauszubrechen und mitzunehmen. Die Täter rückten am frühen Sonntagmorgen mit einem Radlader an und durchbrachen damit die Außenwand einer Bankfiliale in Mellingen bei Weimar, wie die Polizei mitteilte. Die Erschütterung durch das mehrfache Anfahren gegen die Wand sei so stark gewesen, dass man von Einsturzgefahr für das Haus ausgehe, sagte eine Polizeisprecherin.

Der Versuch, den Automaten aus der Wand zu brechen, misslang aber. Die Täter flüchteten schließlich ohne Beute zur Bundesstraße 87, von wo aus sie unter anderem zur nahe gelegenen Autobahn 4 gelangt sein könnten. Möglicherweise hätten sich die Täter gestört gefühlt und deshalb vorzeitig von ihrem Vorhaben abgelassen, sagte die Polizeisprecherin.

Zeugen hätten zwei Personen am Tatort gesehen. Ein Polizeispürhund führte die Ermittler zum Herkunftsort des Radladers, einer etwa einen Kilometer vom Tatort entfernten Bahn-Baustelle. Die Täter flüchteten in einem weißen Transporter. Ob es Zusammenhänge zu einem ähnlichen Vorfall Ende vergangenen Jahres im Landkreis Greiz gibt, konnte die Polizei noch nicht sagen. In den vergangenen Monaten hatte es in Thüringen mehrere ähnliche Bankeinbrüche oder Einbruchsversuche gegeben.

Quelle: n-tv.de

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