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Alarmstufe Rot über Island: Bárdarbunga spuckt Asche

Seit Tagen bebt und grummelt es im größten Vulkan Islands nördlich des Vatnajökull-Gletschers. Nun ist der Bárdarbunga ausgebrochen. Meteorologen melden leichte Eruptionen. Ein Flugzeug überwacht die Situation.

Nach mehreren Erdbeben ist der isländische Vulkan Bárdarbunga ausgebrochen. In der Nacht strömte Lava aus einem 100 Meter langen Riss, neun Kilometer nördlich des Gletschers Vatnajökull. Wenige Stunden nach den Eruptionen habe die Aktivität offenbar abgenommen, teilte das Meteorologische Institut auf Island mit. Es rief die höchste Warnstufe Rot aus. Das bedeutet, dass ein Vulkanausbruch unmittelbar bevorsteht oder im Gange ist und ein enormer Ascheausstoß zu erwarten ist.

Blick auf den Vatnajökull-Gletscher: Die Situation am isländischen Vulkan Bárdarbunga ist angespannt.
Blick auf den Vatnajökull-Gletscher: Die Situation am isländischen Vulkan Bárdarbunga ist angespannt.(Foto: dpa)

Zunächst wurden aber keine großen Aschemengen in der Luft registriert. Die Flughäfen auf Island blieben vorerst geöffnet. Der Vulkan Bárdarbunga darf allerdings nicht überflogen werden. Das gesperrte Gebiet umfasst einen Radius von 18,5 Kilometern und geht bis zu einer Höhe von 1,5 Kilometern.

Der Ausbruch sei um 2.40 Uhr nördlich des Vatnajökull-Gletschers erfolgt, die Aktivität scheint abgenommen zu haben, teilte das Meteorologische Institut auf Island mit. Bislang seien keine großen Aschemengen in die Luft gelangt.

Erinnerungen an Eyjafjallajökull

Ein geringes Eruptionsbeben deute darauf hin, dass es keine signifikante Explosionsaktivität gegeben habe, teilten die Behörden mit. Ein Flugzeug der Küstenwache werde die Situation überwachen. Wissenschaftler befürchten, dass ein größerer Ausbruch des Vulkans erhebliche Schäden anrichten und durch Aschewolken den Flugverkehr in Nordeuropa und über dem Nordatlantik behindern könnte. Das Bundesverkehrsministerium hat bereits Vorkehrungen getroffen.

Im April 2010 hatte die Eruption des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull einen Monat lang den Flugverkehr in Europa lahmgelegt. Mehr als 100.000 Flüge wurden damals gestrichen, gut acht Millionen Reisende saßen zum Teil tagelang auf Flughäfen fest.

Quelle: n-tv.de

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