Panorama

Sechseinhalb Jahre hinter GitterBarfuß-Bandit zusätzlich verurteilt

27.01.2012, 21:40 Uhr
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Colton Harris-Moore ist erst 20-Jahre alt, doch sein Strafregister ist groß. (Foto: AP)

Autos, Boote, Flugzeuge und Banken: Nichts ist vor dem 20-jährigen Colton Harris-Moore, besser bekannt als "Barfuß-Bandit", sicher. Zwei Jahre spielt er Katz und Maus mit der Polizei. Das bringt ihm viele Bewunderer ein. Erwischt wird er nach einer Bruchlandung.

Weitere Haft für den "Barfuß-Banditen", der Autos, Boote und Flugzeuge stahl und der US-Polizei fast zwei Jahre entkommen konnte. Ein Bundesgericht in Seattle verurteilte Colton Harris-Moore zu sechseinhalb Jahren Haft, sagte eine Sprecherin der Bundesstaatsanwaltschaft. Im Dezember hatte ein Landesgericht bereits eine siebenjährige Strafe ausgesprochen. Die Strafen werden nicht addiert, sondern gleichzeitig verbüßt.

Der 20-Jährige, wegen seiner hinterlassenen Fußspuren auch "Barfuß-Bandit" genannt, hatte im vorigen Juni vor dem Bundesgericht unter anderem Bankeinbrüche, Waffenbesitz und die Benutzung eines gestohlenen Flugzeugs ohne Pilotenschein gestanden. Es ging um Delikte, die über Staatsgrenzen hinweg begangen wurden. Das Landgericht zog den Mann zudem für Diebstahl, Vandalismus sowie zahlreiche Einbrüche zur Rechenschaft.

Fanclub auf Facebook

Nach einer Bruchlandung mit einem gestohlenen Kleinflugzeug auf den Bahamas war er im Juli 2010 . Sein filmreifes Katz-und-Maus-Spiel brachte dem jungen Gangster viele Bewunderer ein. Es gibt einen Fanclub auf Facebook mit tausenden von Anhängern.

Schon als Teenager war Harris-Moore wegen Einbruchs verurteilt worden. 2008 brach er aus einer Anstalt für junge Täter aus. Zwei Jahre schlug er sich entlang der amerikanisch-kanadischen Grenze mit Diebstählen durch, dabei legte er sich auch eine Waffe zu.

Harris-Moore hatte erklärte, dass er seine Opfer entschädigen wolle. Das Geld dafür will er als Filmstar verdienen. Ein Vertrag mit der Firma Century Fox soll ihm 1,3 Millionen Dollar einbringen. Laut Gerichtsbeschluss darf der "Barfuß Bandit" allerdings an der Vermarktung seiner Geschichte selbst keinen Cent verdienen.

Quelle: dpa