Panorama
Inspiriert wurde der glücklose Täter offenbar durch die "Batman"-Filme.
Inspiriert wurde der glücklose Täter offenbar durch die "Batman"-Filme.(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Mit Superhelden-Maske und Pistole: "Batman" scheitert mit Raubüberfall

Der versuchte Raubüberfall in der baden-württembergischen Provinz hat alles, was ein gutes Drehbuch braucht: Einen gefallenen Superhelden, seinen gewieften Gegenspieler und ein bisschen Action im Auto. Nur das Happy End lässt auf sich warten.

Im baden-württembergischen Illingen bei Pforzheim hat ein Räuber am Rosenmontag mit einer recht originellen Tarnung versucht, die Tageseinnahmen einer Tankstelle zu stehlen. Er verkleidete sich als Batman - und lauerte einem Tankstellen-Mitarbeiter auf, der das eingenommene Geld gerade zur Bank bringen wollte. Kurz nachdem der 35-jährige Angestellte in sein Auto gestiegen war, kam der Räuber aus seinem Versteck und setzte sich auf die Rückbank des Autos. Er zog eine Pistole und forderte sein Opfer auf, ihm das Geld aus der Kasse zu geben.

Der Mitarbeiter erwies sich jedoch als erstaunlich abgebrüht: Er behauptete, kein Geld zu haben und fuhr - vom Täter unbemerkt - zu einer Polizeistation im Zentrum des Ortes. Kurz bevor er die Wache erreichte, trat der Mann laut Polizeibericht noch einmal aufs Gas, fuhr auf den Bürgersteig und hupte laut. Dann ließ er sich aus dem fahrenden Wagen fallen. Der Räuber ließ die Beute im Auto zurück und flüchtete zu Fuß.

Wie die Polizei weiter berichtete, rannte er in Richtung Ortsausgang - vorbei an einem Kreisverkehr. Der Tankstellen-Mitarbeiter habe noch versucht, ihn einzuholen, verlor den Täter dann aber aus den Augen. Trotz der Batman-Maske konnte er den Unbekannten recht genau beschreiben. Es habe sich um einen 25 bis 30 Jahre alten Mann mittlerer Größe mit dunklem Vollbart gehandelt, der mit regionstypischem Dialekt gesprochen habe. An der Unterlippe habe er eine kleine Wunde gehabt. Die Fahndung der Polizei blieb bisher aber erfolglos.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen