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In dieser Küche gilt die Hygiene und die Qualität als vorbildlich.
In dieser Küche gilt die Hygiene und die Qualität als vorbildlich.(Foto: picture alliance / dpa)

Keine Noten mehr für Hygiene: Berlin schafft Ekel-Barometer ab

Als erstes Bundesland hatte Berlin die Ergebnisse von Hygienekontrollen in Gaststätten ins Internet gestellt. Damit war die Hauptstadt Vorreiter für ein bundesweites Transparenzmodell - doch zu einer solchen Regelung wird es möglicherweise nicht mehr kommen, denn die Berliner müssen die öffentliche Hygienebenotung wieder abschaffen.

Berlin will die öffentliche Hygienebenotung für Restaurants wieder abschaffen. Ab dem 1. September könnten Nutzer nicht mehr in der bisherigen Internet-Datenbank nachlesen, wie es um die Hygiene in Gaststätten bestellt ist, berichtet der "Tagesspiegel" unter Berufung auf die zuständige Senatsverwaltung. Grund dafür sei das neue Verbraucherinformationsgesetz, das zum 1. September in Kraft tritt. Nach Auffassung des Berliner Senats erlaube dieses nur noch Informationen über Erzeugnisse, also das Essen, aber nicht mehr über die Zustände in der Küche.

Das Bundesverbraucherschutzministerium wies diese Darstellung zurück. "Egal, ob Lebensmittelherstellung, Lagerung, Zubereitung in der Küche oder Endprodukt - die Bundesländer können weiterhin alle Ergebnisse von Betriebskontrollen veröffentlichen", erklärte eine Ministeriumssprecherin. Diese Auffassung habe das Haus von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner den Berliner Behörden auch bereits mehrfach mitgeteilt. Deren Vorgehen sei daher "nicht nachvollziehbar".

Vor knapp einem Jahr war Berlin im bundesweiten Bemühen um mehr Transparenz in der Gastronomie vorangeschritten: Die Stadt hatte damit begonnen, Ergebnisse von Lebensmittelkontrollen ins Internet zu stellen. Ein deutschlandweites System sollte folgen - dieses lässt bisher auf sich warten.

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Quelle: n-tv.de

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