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Feuerwehrleute auf einer Drehleiter löschen am 20.03.2017 in Tübingen ein Haus.
Feuerwehrleute auf einer Drehleiter löschen am 20.03.2017 in Tübingen ein Haus.(Foto: dpa)
Montag, 20. März 2017

Schüsse und Brand : Bewohner stürzt bei Räumung in den Tod

Die Räumung einer Wohnung soll in Tübingen vollstreckt werden. Doch als der Gerichtsvollzieher und ein Mitarbeiter des Ordnungsamts erscheinen, kommt es zur Tragödie.

Bei einer eskalierten Zwangsräumung in Tübingen ist der 69 Jahre alte Bewohner tödlich verunglückt. Beim Versuch, sich über den Balkon aus seiner brennenden Wohnung ins Freie zu retten, sei er mehrere Meter in die Tiefe gestürzt, teilte die Polizei in Baden-Württemberg mit.

Trotz sofort eingeleiteter Wiederbelebung sei der Mann noch am Unglücksort gestorben. Ob der Bewohner das Gebäude selbst in Brand gesetzt hat, müsse noch geklärt werden. Die Ermittler vermuten dies. Zuvor hat der Mann den Angaben zufolge von dem Balkon aus mit einer Pistole auf einen Ordnungsamtsmitarbeiter geschossen. Dieser war mit dem Gerichtsvollzieher zum Haus gekommen, um die angekündigte Räumung zu vollstrecken. Daraufhin wurde auch die Polizei gerufen.

"Das Projektil streifte den Mitarbeiter zum Glück nur am Ärmel und beschädigte lediglich dessen Jacke. Er blieb unverletzt", teilte die Polizei mit. Im Gebäude ist außer der Wohnung auch die Arbeitsstelle "Sprache in Südwestdeutschland" des Ludwig-Uhland-Instituts der Universität Tübingen untergebracht. Ob Aufnahmen von Dialektsprechern, mit denen die Stelle arbeitet, zerstört wurden, war bei der Universität noch nicht bekannt.

Das Feuer hatte vor allem im Dachgeschoss gewütet, wo sich die Wohnung befand. Nach Informationen des "Tagblatts" hatte der Mann seit Jahren im Obergeschoss des Hauses gewohnt. Das Gebäude in der Biesinger Straße gehört dem Land Baden-Württemberg. Die Feuerwehr war am Vormittag noch damit beschäftigt, den Brand zu löschen.

Quelle: n-tv.de

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