Panorama

Holocaust-Leugner Richard WilliamsonBischof steht wieder vor Gericht

04.10.2012, 11:41 Uhr
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Wegen Leugnung des Holocausts vor Gericht: Der erzkonservative Bischof Richard Williamson. (Foto: dpa)

Er verharmlost den nationalsozialistischen Massenmord an den europäischen Juden und bestreitet die Existenz von Gaskammern: Seit vier Jahren schwelt das Strafverfahren gegen den Holocaust-Leugner Richard Williamson. Jetzt erlässt das Amtsgericht Regensburg einen neuen Strafbefehl gegen den Bischof der erzkonservativen Piusbruderschaft.

Das Amtsgericht Regensburg hat erneut einen Strafbefehl gegen den Holocaust-Leugner und erzkonservativen Bischof Richard Williamson wegen Volksverhetzung erlassen. Der Bischof der Piusbruderschaft habe den Mord an Juden während der NS-Diktatur verharmlost, teilte ein Gerichtssprecher zur Begründung mit. Zur Höhe der Geldstrafe wollte er sich nicht äußern. Jedoch könne es maximal der Betrag von 6.500 Euro (100 Tagessätze zu je 65 Euro) sein - denn diesen hatte das Regensburger Landgericht 2011 in der Berufungsverhandlung gegen den ersten Strafbefehl festgesetzt.

Das Verfahren zieht sich mittlerweile vier Jahre hin. In diesem Februar kassierte das Oberlandesgericht (OLG) Nürnberg das Urteil wegen Verfahrensmängeln. Die Staatsanwaltschaft ergänzte daraufhin ihren neuen Antrag auf einen Strafbefehl um Angaben zur zeitlichen Verbreitung des Interviews.

Williamson hatte 2008 in einem Interview mit einem schwedischen Fernsehensender im Seminar der Piusbruderschaft in Zaitzkofen bei Regensburg den Massenmord der Nazis an Millionen Juden und die Existenz von Gaskammern bestritten.

Quelle: ntv.de, dpa