Panorama

250.000 Euro durch SexsteuerBonn kassiert ab

23.01.2012, 15:48 Uhr
21550186
Prostituierten-Vereinigungen lehnen Sexsteuer ab. (Foto: picture alliance / dpa)

Die neu eingeführte Sexsteuer lohnt sich für die Stadt Bonn. Die frühere Hauptstadt verdient dadurch im vergangenen Jahr 250.000 Euro. Darin enthalten sind auch Gelder aus Automaten, an denen sich Huren ein Ticket für die Nacht ziehen müssen.

Die Sexsteuer für Prostituierte hat der Stadt Bonn im vergangenen Jahr rund 250.000 Euro in die Kasse gespült. Die besondere Vergnügungssteuer für Huren, die etwa in Saunaclubs oder Erotikcentern arbeiten, wurde Anfang 2011 eingeführt. In den Einnahmen sind auch Gelder aus dem Sexsteuerautomaten enthalten, der im Sommer für Prostituierte auf dem Straßenstrich aufgestellt worden war. Sie betragen rund 14.000 Euro, wie die Stadt erklärte.

Aus dem Sexautomaten müssen Straßenhuren , bevor sie ihrem Geschäft auf einem besonderen Gelände nachgehen. Bonn war mit dem umgerüsteten Parkscheinautomaten ein Vorreiter, der bundesweit und international für Aufmerksamkeit gesorgt hatte. Ziel der Stadt war es, auch bei den sonst nur schwer zu erfassenden Straßendirnen abzukassieren. Die geforderten sechs Euro gelten pro "Arbeitstag" von 20.15 bis 6.00 Uhr.

Prostituierten-Vereinigungen lehnen eine Sexsteuer und das Bonner Sexticket ab. Bundesweit gibt es uneinheitliche Regelungen zum Straßenstrich und zu Sexsteuern.

Quelle: dpa