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Russischer Science-Fiction-Autor: Boris Strugazki ist tot

Boris Strugazki gehörte zu den bedeutendsten Autoren der sowjetischen Phantastik. Seine Bücher wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Eines der bekanntesten Werke von ihm und seinem Bruder Arkadi: der Roman "Picknick am Wegesrand", der als Vorlage zum Film "Stalker" diente. Nun starb der Schriftsteller und Putin-Kritiker in St. Petersburg.

Die meisten seiner Werke schrieb Boris Strugatski zusammen mit seinem Bruder Arkadi, den er um 21 Jahre überlebte.
Die meisten seiner Werke schrieb Boris Strugatski zusammen mit seinem Bruder Arkadi, den er um 21 Jahre überlebte.(Foto: Wikipedia)

Einer der herausragenden russischen Science-Fiction-Autoren, Boris Strugazki, ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Dies teilt seine Stiftung auf ihrer Webseite mit. Strugazki gehörte zusammen mit seinem älteren Bruder Arkadi zu den ersten Science-Fiction-Autoren der Sowjetunion. Sie veröffentlichten zahlreiche zutiefst philosophische Werke, die auch die Absurdität des sowjetischen Alltags beleuchteten. Am bekanntesten wurde im Westen ihr mehrfach zensierter Roman "Picknick am Wegesrand", der dem Regisseur Andrej Tarkowski als Vorlage zum Film "Stalker" diente.

Nach dem Tod seines Bruders Arkadi 1991 veröffentlichte Boris Strugazki noch zwei weitere Bücher. Zu politischen Themen äußerte sich Strugazki regelmäßig. Er kritisierte die Politik des russischen Präsidenten Wladimir Putin als Rückkehr zur Stagnation der späten Sowjetunion. Mit dem inhaftierten ehemaligen Ölmagnaten und Putin-Kritiker Michail Chodorkowski führte er einen langen Briefwechsel, der später veröffentlicht wurde. Erst kürzlich unterschrieb Strugazki Petitionen, in denen die Freilassung der inhaftierten Mitglieder der Punk-Band "Pussy Riot" und anderer Oppositioneller gefordert wird.

Quelle: n-tv.de

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