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Wer eine Akkulampe besitzt, hat Glück.
Wer eine Akkulampe besitzt, hat Glück.(Foto: billnofi / twitter.com)

Nach "Sandy": Tweets aus dem dunklen New York: "Breakfast with the batteries"

Millionen New Yorker leiden unter den Auswirkungen des Sturms "Sandy", der in der Nacht über die Metropole zog und dabei Schiffe, Autos und Häuser verwüstete. Die Menschen gehen sehr unterschiedlich mit der Situation um, wie ihre Einträge in Sozialen Netzwerken zeigen.

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"Das Leben geht weiter! Zeit, zur Arbeit zu gehen!", schreibt "zaliznyak" und postet dazu ein Foto von ausgefallenen U-Bahn-Linien auf Instagram.

Wie Zaliznyak geht es vielen an diesem Morgen in New York: Sie wollen zur Arbeit oder in die Schule, doch die Zustände in der Stadt lassen es bislang nicht zu. Auch "simsjames" beobachtet Pendler, die sich verspäten dürften: Auf seinem Bild sieht man eine Autoschlange vor einer Tankstelle, die bis auf die Straße reicht.

Der Stromausfall verändert das Gesicht der Stadt: "Es  ist skurril, Downtown komplett dunkel zu sehen. Das Empire State Building fehlt in der Skyline", twittert "abransgrove".

In einem überluteten laden landet ein Kleindungsstück ausgerechtet auf dem Wort "trocken".
In einem überluteten laden landet ein Kleindungsstück ausgerechtet auf dem Wort "trocken".(Foto: BatmanWI / twitpic.com)

Die Bürger gehen sehr unterschiedlich mit der Situation um. Die Nachrichten der großen Fernsehsender werden über die Netzwerke weiter verbreitet, wie etwa ein Sattelitenbild, das das Ausmaß der Stromausfälle zeigt. "Atmet tief durch. Wir kommen da durch", schreibt eine Gewerkschaft auf Twitter. "Auf Wiedersehen, Sandy. (Kann ich jetzt meinen Strom zurück haben???)", witzelt eine Nutzerin.

Ein Video zeigt, wie eine Gebäudewand abreißt

Da es keinen Strom gibt, müssen viele im Dunkeln frühstücken. Es sei denn, man hat eine Batterielampe. "billnofi" zeigt, wie nützlich so ein Gerät sein kann. Jemand anders macht sich bei Kerzenlicht fertig für die Arbeit. Andere sind schon weiter und bauen sich aus alten Akkus eine Handy-Ladestation.

Der Regenbogen nach dem Sturm.
Der Regenbogen nach dem Sturm.

Wer wieder Strom hat, freut sich. Wer nicht zur Schule muss, auch. Auch in solchen Büros, in denen es noch Strom gibt, machen die Nachwirkungen Probleme, schildert MillerRT: "Tag zwei ohne dienstliche E-Mails. Das Team arbeitet via Soziale Netzwerke und private Mail."

Die Leute posten Fotos von größeren und kleineren Schäden, wie einer abgeknickten Ampel, ausgerissenen Wurzeln, einigen umgefallenen Bäumen und einem zerstörten Sportwagen. Und sie zeigen, wie hoch das Wasser in den Straßen stand. In der Nacht hatten Nutzer noch Fotos und Videos hochgeladen, auf denen zu sehen ist, wie Sandy in der Stadt wütet. Ein Video zeigt etwa, wie die Außenwand eines Gebäudes abreißt und auf die Straße fällt.

Prominente twittern mit

Je mehr die Normalität wieder zurückkehrt, desto ironischer, skurriler und heiterer werden sie Meldungen und Fotos. Eine Bar verkauft schon "Frankenstorm Punch".

Auch Prominente twittern mit: Sängerin Jennifer Lopez verweist auf die Vermisstendatei des Roten Kreuzes. Model Miranda Kerr zeigt, dass sie in Sicherheit ist. Und Schauspielerin Denise Richards fotografiert aus ihrem Fenster: "So leer habe ich die Stadt noch nie gesehen", schreibt sie.

Als die Sonne zum ersten Mal nach dem Sturm aufgeht, ist für viele das Schlimmste vorbei. "Nachdem ich drei Tage über Hurrikan #Sandy berichtet habe, ist es schön, die Sonne wiederzusehen. Vor allem zum Sonnenaufgang", schreibt ein CNN-Reporter und postet dazu ein Foto, auf dem die ersten Sonnenstrahlen zu sehen sind. Einer schreibt, wie schön die Wolken am Tag danach aussehen. Nutzer "NF_06" zeigt ein Foto, das den Regenbogen nach dem Sturm zeigt.

New York scheint das Schlimmste überstanden zu haben. Doch andere Nutzer sehen das anders: "Entschuldigung, aber ein Regenbogen nach einem Hurrikan ist noch keine gute Nachricht. Es passiert einfach manchmal", schreibt einer. Jemand anders kommentiert: "Wie weit gehen wir, um unsere Umwelt zu schützen? Wie viel mehr Schrecken braucht es noch?"

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Quelle: n-tv.de

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