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Breivik klagt darüber, dass er sein politisches Gedankengut nicht verbreiten darf.
Breivik klagt darüber, dass er sein politisches Gedankengut nicht verbreiten darf.(Foto: dpa)

Beschwerde gegen Haftbedingungen: Breivik leidet unter Einsamkeit

Anders Behring Breivik tötet bei seinem Amoklauf in Oslo und auf der Insel Utöya 77 Menschen. Vor Gericht zeigt er keine Reue. Jetzt klagt er darüber, wie die Justiz mit ihm umspringt. Sein Anwalt spricht von unmenschlichen Haftbedingungen.

Allein auf Utöya starben 68 Menschen.
Allein auf Utöya starben 68 Menschen.(Foto: REUTERS)

Der norwegische Attentäter Anders Behring Breivik hat bei den Strafvollzugsbehörden Beschwerde gegen seine Haftbedingungen eingelegt. Sein Anwalt Tord Jordet sagte, die Haftbedingungen seines Mandanten verstießen "gegen die Menschenrechte". Breiviks "Meinungsäußerungsfreiheit" werde seit mehr als einem Jahr "verletzt". Der 33-Jährige habe de facto keinen Zugang zu einem Computer, seine Post werde zensiert, sobald es darin um politische Themen gehe.

Breivik beklagt seinem Anwalt zufolge zudem die hohen Sicherheitsvorkehrungen, die seine Einzelhaft ohne Kontakt zu anderen Häftlingen kennzeichneten. Er und seine Zelle würden täglich durchsucht. Es mangele zudem an Möglichkeiten zu sozialen Aktivitäten und zur Unterhaltung. "Eine solche Behandlung ist unmenschlich", sagte sein Anwalt. Die Justizverwaltung äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen.

Breivik verbüßt für die Anschläge von Oslo und Utöya, bei denen am 22. Juli 2011 insgesamt 77 Menschen getötet wurden, 21 Jahre Haft. Ein Gericht ordnete zudem eine anschließende Sicherheitsverwahrung an. In der Haftanstalt Ila bei Oslo stehen ihm zusätzlich zu seiner Zelle eigentlich zwei weitere Zellen zur Verfügung, eine dient als kleiner Fitnessraum, die andere als Arbeitszimmer mit einem Computer ohne Internetzugang. Kontrolliert wird der Zugang jedoch von der Strafvollzugsbehörde, die Breiviks Bitte, den Computer nutzen zu können, in den vergangenen Wochen nicht nachgekommen sei, sagte Jordet.

Quelle: n-tv.de

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