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Zugverkehr ab Norddeich ruht wieder: Busse und Züge stehen

Schnee und Eisregen sorgen vielerorts für spiegelglatte Straßen. In weiten Teilen Niedersachsens ist der Verkehr deshalb lahmgelegt. Allein im Raum Osnabrück kommt es Dutzenden Unfällen. In Ostfriesland schließt die Bahn vorerst ihre Sorgenstrecke.

Schnee und Glätte haben zu zahlreichen Beeinträchtigungen auf den Straßen in Niedersachsen geführt. Besonders stark betroffen war der Verkehr in Osnabrück. Wie ein Polizeisprecher sagte, kam es im Bereich der Polizeidirektion zu mindestens 85 Unfällen. Bei 12 davon wurden Menschen verletzt. Auch auf der Autobahn 30 kam es zu mehreren Unfällen: Am Kreuz Osnabrück-Süd krachten insgesamt acht Fahrzeuge ineinander, auch zwei Lastwagen waren an dem Unfall beteiligt.

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Laut den Stadtwerken wurde der Busverkehr im gesamten Stadtgebiet sowie im Landkreis Ostkreuz zeitweise eingestellt. "Jeder, der sich momentan draußen bewegt, wird verstehen, warum wir das tun", sagte eine Pressesprecherin. Glatte Straßen machten einen sicheren Betrieb unmöglich. Nur langsam normalisierte sich der Verkehr weitgehend. Auf Twitter informiert das Unternehmen über die aktuelle Lage.

Auch in den Region von Göttingen und Northeim kam es zu starken Verkehrsbeeinträchtigungen. Hier zählten die Beamten innerhalb von 24 Stunden 87 Unfälle. Sieben Mal kamen Menschen zu Schaden. Vor allem zum Start des Berufsverkehrs krachte es reihenweise.

Bahn stellt Verkehr in Ostfriesland ein

Nach der Odyssee eines durch Blitzeis lahm gelegten IC stellte die Bahn den Verkehr zwischen Emden und Norddeich komplett ein.
Nach der Odyssee eines durch Blitzeis lahm gelegten IC stellte die Bahn den Verkehr zwischen Emden und Norddeich komplett ein.(Foto: dpa)

In Ostfriesland hat die Bahn einen Tag nach der Odyssee eines durch Blitzeis blockierten Intercitys den Verkehr zwischen Emden und Norddeich wegen Eisregens komplett eingestellt. Die Leitungen waren unmittelbar hinter der Putzlomk wieder mit Eis überzogen. Aufgrund der Straßenverhältnisse sei ein Ersatzverkehr mit Bussen nicht möglich, teilte die Deutsche Bahn mit. Wegen extremen Winterwetters mussten die Bahnbusse in den Kreisen Diepholz und Vechta sowie in Oldenburg und Westerstede ebenfalls den Betrieb einstellen.

Zwölf Zentimeter Schnee auf dem Brocken

Auf der Oder treiben Eisschollen.
Auf der Oder treiben Eisschollen.(Foto: dpa)

Doch der Winter hat auch seine guten Seiten: Nach Schneefällen im Harz scheint einem Start der Wintersportsaison nichts mehr im Wege zu stehen. In der Region ist ein Großteil der Pisten und Rodelbahnen bereits befahrbar. Kommendes Wochenende soll laut NDR die Ski-Saison beginnen. Auf dem 1142 Meter hohen Brocken liegen mittlerweile zwölf Zentimeter Schnee. Und auf den Nordseeinseln Juist und Norderney werden die Kinder mehrheitlich nicht böse über den glättebedingten Schulausfall sein.

Auch in Brandenburg kam aus auf glatten Straßen zu Unfällen mit Verletzten. Auf dem Oder-Havel-Kanal ist der Schiffsverkehr eingestellt. Auf der Oder behindern treibende Eisschollen den Verkehr, wie der RBB berichtet.

Extreme Glätte hat auch den Norden der Niederlande lahm gelegt. Das Meteorologische Institut KNMI löste die höchste Stufe des Wetteralarms aus. Der "Code rot" galt demnach zunächst für die an Niedersachsen grenzenden Provinzen Drenthe und Groningen sowie für das nord-westliche Friesland. Bürger wurden aufgefordert, ihre Autos stehen zu lassen. Züge und Busse fielen aus, und Schulen blieben geschlossen. Bereits in der Nacht hatten Eisregen und extreme Glätte zu Dutzenden von Unfällen geführt.

Quelle: n-tv.de

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