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Begleitet von einem Feuerwerk wird die "Aida Stella" am 16. März in Rostock-Warnemünde getauft.
Begleitet von einem Feuerwerk wird die "Aida Stella" am 16. März in Rostock-Warnemünde getauft.(Foto: dpa)

Ein Kreuzer für 2200 Passagiere: Crew tauft "Aida Stella"

Mit dem üblichen feierlichen Brimborium erfährt das neue Kreuzfahrtschiff "Aida Stella" in Warnemünde seinen Initiationsritus. Tausende Schaulustige beobachten, wie acht Crewmitglieder das Reiseschiff mit salbungsvollen Worten auf die Reise schicken.

Das neue Kreuzfahrtschiff der Rostocker Reederei Aida Cruises, die "Aida Stella", ist in Warnemünde getauft worden. Erstmals in der Geschichte der Reederei vollzogen Mitarbeiter selbst die Zeremonie. Das 253 Meter lange Schiff hat 14 Decks und bietet Platz für fast 2200 Passagiere. Mit dem etwa 350 Millionen Euro teuren Neubau umfasst die Aida-Flotte jetzt zehn Schiffe mit insgesamt 18.500 Gästebetten.

"Wir wünschen dir, unseren Gästen und der Crew allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel", sagten die acht Mitarbeiterinnen der Reederei aus verschiedenen Nationen, dazu je eine von der Meyer Werft in Papenburg und vom Architekturbüro Partner Ship Design. Sie lösten gemeinsam an einem Steuerrad aus, dass eine Champagner-Magnumflasche an der Außenwand der "Aida Stella" zerbarst. Ein zehnminütiges Feuerwerk schloss die halbstündige Zeremonie ab, die von Tausenden Besuchern auf Leinwänden beobachtet werden konnte.

Die "Aida Stella" ist das vorerst letzte von sieben Schiffen, das die Meyer Werft in Papenburg für Aida gebaut hat. Nach Worten von Sprecher Hansjörg Kunze hat Aida Cruises auf dem deutschen Markt neun Kreuzfahrtschiffe für insgesamt rund drei Milliarden Euro bauen lassen.

Nabu erhebt Vorwürfe gegen Aida Cruises

Schon 2015 und 2016 wird das Unternehmen zwei neue Kreuzliner auf Kurs schicken. Sie verfügen über jeweils 3250 Betten. Sie sind überdacht und somit wetterunabhängiger, was vor allem bei Reisen in der Nord- und Ostsee von Bedeutung ist.

Der japanische Konzern Mitsubishi Heavy Industries hatte 2011 den Auftrag für die zwei Schiffe erhalten, die Kosten pro Schiff liegen nach Schätzungen von Branchenkennern bei rund 450 Millionen Euro.

Kritik der Umweltorganisation Nabu an der Technik der "Aida Stella" wies Unternehmenssprecher Kunze als Fortsetzung einer Kampagne zurück. Der Nabu hatte Aida vorgeworfen, giftiges Schweröl zu verwenden und auf Abgasreinigungssysteme wie Rußpartikelfilter und Stickoxidkatalysatoren zu verzichten. "Wenn es die Filter gäbe, würden wir sie kaufen", sagte Kunze. Aida fahre mit sogenannten Drei-Liter-Schiffen. Pro Passagier werden drei Liter Treibstoff auf 100 Kilometern verbraucht.

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Quelle: n-tv.de

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