Panorama

Verdacht auf "Gruppenvergewaltigung"DSK droht weiteres Ungemach

21.05.2012, 12:34 Uhr

In nur einem Jahr wird aus einem der mächtigsten Männer der Welt ein mutmaßlicher Sexualstraftäter. Vergewaltigung, Gruppenvergewaltigung, bandenmäßige Zuhälterei lauten die Vorwürfe, denen sich Strauss-Kahn stellen muss.

2012-05-07T121106Z-01-TOR601-RTRMDNP-3-STRAUSS-KAHN-NAFISSATOU-JPG6145271020217151679
Es soll nicht immer alles einvernehmlich gewesen sein, was auf den Sex-Partys mit DSK geschehen sein soll. (Foto: REUTERS)

Dem früheren IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn droht nun auch ein Anklageverfahren wegen gemeinschaftlicher Vergewaltigung. Die französische Justiz weitete ihre Ermittlungen in der Affäre um illegale Sex-Partys mit Prostituierten um diesen Vorwurf aus.

Es bestehe ein Anfangsverdacht, dass es im Dezember 2010 zu Handlungen gekommen sei, die als gemeinschaftliche Vergewaltigung einzustufen seien, teilte die Staatsanwaltschaft im nordfranzösischen Lille mit. Von dort aus sollen die Sex-Partys organisiert worden seien.

Hintergrund der Vorermittlungen sind Aussagen von Prostituierten, die in Washington an einem der Treffen mit dem ehemaligen Chef des Internationalen Weltwährungsfonds teilgenommen hatten. Zumindest eine der Frauen sagte aus, dass es zu nicht einvernehmlichen sexuellen Handlungen gekommen sei.

Strategie heißt "abstreiten"

Wegen bandenmäßiger Zuhälterei läuft bereits ein Anklageverfahren gegen Strauss-Kahn. Der 63-Jährige bestreitet eine Teilnahme an den Orgien nicht, will aber nichts davon gewusst haben, dass die freizügigen Damen bezahlt wurden. Auch die Vorwürfe, es sei zu nicht einvernehmlichen Handlungen gekommen, hat Strauss-Kahn bereits mehrmals über seine Anwälte zurückweisen lassen. Einer von ihnen betonte, keine der Prostituierten habe jemals Anzeige erstattet.

Quelle: ntv.de, AFP