Panorama

Indianerdorf evakuiertDammbruch im Grand Canyon

18.08.2008, 10:55 Uhr

Nach einem durch heftige Regenfälle verursachten Dammbruch sind im Grand Canyon mehrere hundert Menschen vor den hereinbrechenden Fluten geflohen.

Nach einem durch heftige Regenfälle verursachten Dammbruch sind im Grand Canyon mehrere hundert Menschen vor den hereinbrechenden Fluten geflohen. Nach dem Bruch des Redlands-Damms im US-Bundesstaat Arizona wurde das Indianerdorf Supai am unteren Ende des Grand Canyons überschwemmt. Bis zu 400 Dorfbewohner wurden mit Hubschraubern in Sicherheit gebracht. Auch rund 75 Camper mussten die weltbekannte Schlucht verlassen. Verletzt wurde niemand.

Bedrohlich wurde die Lage zeitweise für die zahlreichen Camper in der Schlucht. Die 23-jährige Emily Gerlick aus Phoenix sagte der Zeitung "Arizona Republic", sie sei mitten in der Nacht aufgewacht und habe festgestellt, dass ihr Zelt von Wasser umspült wurde. Die tosenden Fluten hätten geklungen "wie ein Güterzug".

Supai, das Zentrum des Reservats der Havasupai-Indianer, wurde nach Angaben der Parkverwaltung überschwemmt. Es habe jedoch keine größeren Schäden gegeben. Das Dorf ist nicht mit dem Auto zu erreichen, deshalb konnte die Evakuierung nur per Hubschrauber erfolgen. Die Geretteten wurden in einer Notunterkunft des Roten Kreuzes in Peach Springs rund 100 Kilometer von Supai entfernt versorgt.

Der Grand Canyon in der Wüste von Arizona ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der USA. Das Naturwunder zieht jährlich Millionen Touristen an. In dem Dorf Supai befinden sich die berühmten Havasu-Wasserfälle, eine der Hauptattraktionen der Gegend.