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Mit der "Sayo" war der Mann jahrelang unterwegs.
Mit der "Sayo" war der Mann jahrelang unterwegs.(Foto: dpa)

Tot auf seiner Jacht entdeckt: Daran starb der deutsche Segler

Als ihn Fischer finden, sitzt der Deutsche an einem Tisch, als ob er schliefe. Doch seine Leiche ist bereits mumifiziert. Nun finden Rechtsmediziner heraus, wie er ums Leben kam.

Nach dem Tod eines Deutschen, dessen Leichnam vor der Küste der Philippinen auf einer umhertreibenden Jacht gefunden wurde, hat die Polizei die Todesursache geklärt. Der Mann sei einem Herzinfarkt erlegen, sagte ein Polizeisprecher nach einer Autopsie. Er war demnach schon etwa sieben Tage lang tot, als Fischer ihn am Freitag vergangener Woche auf seinem Schiff fanden.

Die auf der Seite treibende Segeljacht war etwa hundert Kilometer vor der Stadt Barabo an der philippinischen Südküste entdeckt worden. Die Leiche des Mannes wurde nach Polizeiangaben unter Deck gefunden. Er saß zusammengesunken an einem Tisch. Die Polizei fand deutsche Ausweispapiere und Familienfotos an Bord. Obwohl es keine Hinweise auf Fremdverschulden gab, leitete die Polizei Ermittlungen ein.

Manfred B. war Monate zuvor von Martinique aus losgesegelt. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung war B. bereits vor 20 Jahren gemeinsam mit seiner Frau aus Deutschland ausgewandert. Mit dem Einmaster "Sayo" war das Paar um die Welt gesegelt. Vor sieben Jahren soll die Ehefrau dann auf Martinique gestorben sein. B. machte sich allein auf die Reise zu den Philippinen. Als er gefunden wurde, war der Mast gebrochen und das Schiff gekentert. Berichten zufolge steuerte der Autopilot das Schiff.

Dass der Leichnam mumifiziert ist, erklären sich Experten mit dem trockenen und heißen Seeklima. Der Körper ist offenbar ausgetrocknet, noch bevor Bakterien das Gewebe zersetzen konnten. Die salzige Luft verhinderte zudem, dass der Fäulnisprozess einsetzte. Und auch Ungeziefer wie Käfer oder Maden gibt es auf See kaum.

Quelle: n-tv.de

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