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Als Krümelmonster verkleidet posiert ein Täter mit dem Keks.
Als Krümelmonster verkleidet posiert ein Täter mit dem Keks.(Foto: picture alliance / dpa)

Keksräuber geben Interview: Das Krümelmonster outet sich

Sie stahlen einen goldenen Keks und erpressten Keksspenden im Wert von 40.000 Euro. Nun treten vier Maskierte im Fernsehen auf und behaupten, dass sie das Krümelmonster sind. Reue zeigen sie keine.

Nach dem spektakulären Keks-Klau in Hannover behaupten drei Männer und eine Frau, das für den Diebstahl verantwortliche "Krümelmonster" zu sein. Die Gruppe gab bei RTL ein Interview und legte zum Beweis den Erpresserbrief und ein Video der Tat vor: "Hihi, wir sind das Krümelmonster", sagte einer von ihnen. Alle waren beim Interview mit Sturmhauben und Sonnenbrillen maskiert, einer trug ein blaues "Krümelmonster"-Kostüm. Reue zeigte das Quartett nicht: "Eigentlich sollten sich eine ganze Menge Leute darüber freuen, dass es so passiert ist, denn eigentlich haben alle dabei gewonnen." Die Menschen hätten sich doch "überall darüber kaputtgelacht".

An die Adresse des Chefs des Keks-Herstellers sagen die Unbekannten: "Mein lieber Herr Bahlsen, ich hoffe, Sie nehmen uns das nicht übel. Wir haben Ihren Keks wirklich gut behandelt und wir machen sowas in Zukunft auch nicht mehr bei Ihnen."

Das Verschwinden des Kekses war am 21. Januar bemerkt worden, am 5. Februar war er wieder aufgetaucht. Die Rückgabe des Bahlsen-Wahrzeichens war an eine Spendenaktion geknüpft. Bahlsen will Kekse an gemeinnützige Einrichtungen verteilen. Der Coup machte international Schlagzeilen. "Ich glaube nicht, dass wir dafür ins Gefängnis gehen", sagte einer der vermummten Bekenner. "Vielleicht gibt es eine Geldstrafe oder gemeinnützige Arbeit. Da stelle ich mich dann gerne im Krümelmonsterkostüm hin und verteile Kekse."

Der goldene Keks hat die selbst erklärten "Krümelmonster" nach eigenen Worten fasziniert: "Es ist wie ein riesiges Spielzeug, das glänzt und so etwas will man einfach haben, weil es so schön ist." Die Polizei prüft jetzt den Fernsehbeitrag.

Quelle: n-tv.de

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