Mittwoch, 24. Juni 2009
Die größte Hilfsorganisation der Welt: Das Rote Kreuz
Die Erlebnisse des Schweizer Geschäftsmanns Henry Dunant vor 150 Jahren führten zur Gründung der Rotkreuz-Bewegung.
(Foto: Wikipedia)
Die nationalen Gesellschaften sind seit 1919 in der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften zusammengeschlossen. Sie koordiniert die Arbeit und ist die nach eigenen Angaben größte Hilfsorganisation der Welt.
Was ist das Internationale Komitee vom Roten Kreuz?
Das IKRK ist der Ursprung der gesamten Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung, zu der auch die nationalen Gesellschaften und die Föderation gehören. Es ist eine unabhängige Organisation, die sich um Opfer von Kriegen und gewaltsamen Konflikten kümmert. Rechtliche Grundlage ihrer Arbeit sind die Genfer Konventionen, in denen sich die internationale Gemeinschaft zu humanitären Grundsätzen in bewaffneten Konflikten verpflichtet hat. Demnach hat die Organisation unter anderem den Auftrag, die Einhaltung dieser Regeln zu überwachen. Sie soll Verwundeten und Zivilisten Schutz und Hilfe gewähren. Dreimal wurde dem Komitee der Friedensnobelpreis verliehen (1917, 1944 und 1963). Der Gründer Henry Dunant erhielt 1901 den ersten Friedensnobelpreis.
Seit wann gibt es das Rote Kreuz?
Die Idee für eine unabhängige, internationale Hilfsorganisation entstand 1859 auf dem Schlachtfeld im norditalienischen Solferino, wo Franzosen und Italiener gegen Österreicher kämpften. Zufällig kam der Schweizer Kaufmann Henry Dunant (1828-1910) dort vorbei. Aufgerüttelt vom Leid zehntausender Verwundeter und Sterbender, bewegte er die Bewohner der umliegenden Dörfer zu helfen. Seine Erlebnisse beschrieb er in dem Buch "Eine Erinnerung an Solferino". Außerdem schlug er vor, in jedem Land Gruppen von Freiwilligen zu organisieren, die im Kriegsfall den Opfern helfen können. 1863 rief er mit vier anderen Schweizern in Genf ein Komitee ins Leben, den Vorläufer des IKRK.
Die Symbole der Rotkreuz-Bewegungen.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Warum gibt es verschiedene Embleme?
Die Gründer wollten ein einfaches und gut erkennbares Symbol. Die Wahl fiel auf ein rotes Kreuz auf weißem Grund - die umgekehrte Schweizer Flagge. Da Rotkreuzgesellschaften in nichtchristlichen Ländern das Kreuz als christliches Symbol verstanden, verwendeten sie eigene Symbole. Inzwischen sind neben dem roten Kreuz auch der rote Halbmond (islamische Länder) und der rote Kristall (etwa für Partnerorganisationen aus den palästinensischen Autonomiegebieten und Israel) offizielle Erkennungszeichen der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung.
Wie finanzieren sich die Organisationen?
Zu den Haupteinnahmequellen gehören öffentliche Mittel, Spenden und Mitgliedsbeiträge.
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