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Flutwellen, Frost und Hochwasser: Das Wetter spielt verrückt

Überschwemmungen in den USA, Dauerfrost in Griechenland, starke Schneefälle in der Türkei und Rekordregen in England: Turbulente Wetterlagen sind derzeit keine Seltenheit.

Das Wetter der letzten Tage ist weltweit von Extremen geprägt: In Griechenland und Mexiko herrschen Schnee und Kälte. In den USA rechnet man mit anhaltendem Hochwasser. Die Nordpolarregion hingegen meldet nach ungewöhnlich hohen Temperaturen wieder kühlere Werte.

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Dritte Flutwelle in Großbritannien:In den britischen Hochwassergebieten hat sich nach den schweren Regenfällen die Lage etwas entspannt. In einigen Regionen Nordenglands gingen die Wasserstände am Donnerstag bereits zurück. In Schottland hatte der Nordatlantik-Sturm "Frank" am Mittwoch am stärksten zugeschlagen. Er war die dritte Flutwelle innerhalb eines Monats in Großbritannien.

Wintereinbruch in Griechenland: Nach Wochen mit sommerlichen Temperaturen von bis zu 20 Grad, ist an Silvester in Griechenland der Winter eingebrochen. Im Norden des Landes herrschte vielerorts Dauerfrost. In den Gebirgsregionen würden Schnee und vereiste Straßen den Verkehr behindern, wie der Zivilschutz mitteilte. In der Ägäis wehten stürmische Winde. Auf den Inseln, wie Lesbos, herrschten an Silvester Temperaturen um den Gefrierpunkt.

Starke Schneefälle in der Türkei: In Istanbul fielen wegen starker Schneefälle mehr als 300 Flüge aus. Die türkische Fluggesellschaft Turkish Airlines strich 265 ihrer Flüge am Flughafen Atatürk. 37 Flüge wurden am kleineren Flughafen Sabiha Gökcen annulliert. Die Billig-Fluglinie Pegasus Airlines strich 34 Flüge von und nach Sabiha Gökcen. In Istanbul war über Nacht so viel Schnee gefallen, dass am Morgen bis zu 30 Zentimeter lagen. Auch der Straßen- und der öffentliche Nahverkehr waren betroffen. Auch andere Gebiete der Türkei wurden durch den Schnee teils lahmgelegt.

Überschwemmungen in den USA: Schwere Unwetter in Teilen der USA haben in der vergangenen Woche mindestens 50 Menschenleben gefordert, wie CNN berichtete. Das Hochwasser könnte dem Wetterdienst zufolge bis Mitte Januar anhalten, meinen Meteorologen. Zahlreiche Menschen mussten bisher ihre Häuser verlassen, weil beispielsweise der Mississippi und einige Nebenflüsse über die Ufer traten und auch am Donnerstag weitere Teile der Bundesstaaten Missouri, Illinois und Kentucky überschwemmten.

Heftiger Seegang fordert Menschenleben vor Küste Norwegens: Ein Mensch ist ums Leben gekommen, als in der Nacht auf Donnerstag die Bohrplattform im Ölfeld Troll, westlich von Bergen, von einer gewaltigen Welle getroffen wurde. Wegen des heftigen Seegangs mussten zudem Hunderte Mitarbeiter auf mehreren Bohrplattformen vor der Küste Norwegens in Sicherheit gebracht werden.

Heftige Schneefälle in Mexiko: Der mexikanische Bundesstaat Chihuahua hat wegen der heftigen Schneefälle und niedrigen Temperaturen der letzten Tage in 20 Gemeinden den Notstand ausgerufen. Der Status setzt Maßnahmen zur Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln, Medikamenten und Unterkünften während der extremen Wetterlage im Norden des Landes in Gang. Lokalen Medienberichten zufolge sind bislang drei Menschen in Chihuahua an den Folgen von Unterkühlung gestorben.

Wieder kühlere Temperaturen am Nordpol: Nach den außerordentlich hohen Temperaturen in den vergangenen Tagen hat sich die Nordpolarregion wieder abgekühlt. Es sei dort etwa minus 15 Grad kalt, sagte die Meteorologin Jutta Perkuhn vom Deutschen Wetterdienst in Hamburg am Donnerstag. Noch am Vortag hatten die Temperaturen bei null Grad gelegen. Ursache war nach Aussagen von Perkuhn ein kleiner Warmluftvorstoß. Gewöhnlich herrschen am Nordpol im Winter minus 30 bis minus 40 Grad.

Quelle: n-tv.de

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