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"An der Küste müssen Sie mit schweren Sturmböen rechnen": Spaziergänger am Elbdeich bei Brokdorf.
"An der Küste müssen Sie mit schweren Sturmböen rechnen": Spaziergänger am Elbdeich bei Brokdorf.(Foto: picture alliance / dpa)

Nassschneelawinen drohen im Allgäu: Der Februar startet stürmisch

Tauwetter in den deutschen Alpen und Blitzeis an der Ostsee: Der Februar beginnt in Deutschland mit wechselhaften Wetterlagen und gefährlichen Straßenbedingungen. Die Hochwassergefahr steigt. Der Rhein schwillt mächtig an.

In den deutschen Alpen ist die Lawinengefahr nach Tauwetter stark gestiegen. Überall in den Allgäuer Alpen herrsche die zweithöchste der fünf Warnstufen, teilte der Lawinenwarndienst Bayern mit. Vielerorts drohten Nassschnee- und Gleitschneelawinen, davon könnten vereinzelt auch Verkehrs- und Wanderwege betroffen sein.

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Wenig winterlich wirken die Witterungsbedingungen derzeit in den niederen Hanglagen und im Voralpenland. In einigen Teilen Bayerns machten Dauerregen und stürmischer Wind den Autofahrern zu schaffen. In der Nähe von Traunstein musste wegen Hochwassers die Bundesstraße 305 gesperrt werden.

Ausläufer des Orkantiefs "Marita" bescheren dem gesamten Südwesten Deutschlands stürmisches Tauwetter mit viel Regen und Hochwasser. Das Unwetter war am Wochenende von Schottland Richtung Norwegen über Norddeutschland hinweggezogen und hatte unter anderem in Hamburg den Fischmarkt unter Wasser gesetzt. Der Rhein stieg an der Messstelle Maxau bei Karlsruhe von einem Wasserstand von knapp fünf Metern seit Sonntagmorgen innerhalb von nur 24 Stunden auf einen Pegelstand von beinahe sieben Metern.

Dutzende Glatteisunfälle an der Ostsee

Im Südschwarzwald blieb die Höllentalbahn nach einem Erdrutsch weiter gesperrt. Dort droht gelockertes Geröll auf die Gleise zu fallen. Die Sperrung betrifft nach Bahnangaben Tausende Pendler. Während das Tauwetter den Süden und Westen Deutschlands belastet, mussten die Autofahrer an der Ostsee mit gefährlichem Bodenfrost rechnen. Dort behinderte Glätte den Verkehr. Um Rostock, Stralsund und auf Rügen kam es etwa 35 Unfällen mit sieben Leichtverletzten, wie ein Polizeisprecher sagte. Auslöser soll plötzlich überfrierende Nässe gewesen sein.

Laut n-tv Meteorologe Björn Alexander beginnt der Februar in weiten Teilen Deutschlands zwar mild, "aber leider auch wieder sehr windig bis stürmisch". Vor allem im Nordwesten und Norden muss zu Wochenbeginn mit Sturmböen aus westlichen bis südwestlichen Richtungen gerechnet werden. "An der Küste müssen Sie mit schweren Sturmböen rechnen", warnte er. Der Tag dürfte demnach zu Beginn häufig wolkig mit Regen starten. Später werde der Regen aber seltener beziehungsweise schwächer und die Sonne könne sich "schon mal besser durchsetzen".

Die größten Chancen auf Sonnenschein bestehen demnach vom Oberrhein bis herüber ins Alpenvorland. "Die Temperaturen werden verbreitet schon wieder zweistellig bei meist 10 bis 16 Grad", erklärte der n-tv Meteorologe. "Etwas kühler ist es nur auf den östlichen Mittelgebirgen sowie an der Ostsee bei 8 Grad. Etwas wärmer könnte es hingegen ganz vereinzelt im Südwesten werden."

Quelle: n-tv.de

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