Mittwoch, 20. August 2008
Schauplatz mehrerer Unglücke: Der Flughafen Barajas
Der Flughafen Barajas ist der größte Flughafen Spaniens und der wichtigste in der spanischen Hauptstadt Madrid. Die beiden anderen Flughäfen der Stadt - Torrejon und Cuatro Vientos - haben eine geringere Bedeutung. 2006 erhielt Barajas zwei zusätzliche Start- und Landebahnen sowie moderne Terminals. Seither können auf dem Flughafen, der rund 13 Kilometer nordöstlich von Madrid liegt, bis zu 70 Millionen Passagiere im Jahr abgefertigt werden.
Zwischen den internationalen Terminals verkehrt ein automatischer Zug, den die Passagiere kostenlos benutzen können. Die älteren Terminals sind mit einem Pendelbus zu erreichen. Eine U-Bahn verbindet den Flughafen mit dem Finanzzentrum Madrids und mit mehreren Bahnhöfen. Die Flugzeit nach Berlin beträgt etwa zwei Stunden und 15 Minuten, nach Frankfurt/Main zweieinhalb Stunden.
An dem Flughafen hatte es vor der jetzigen Katastrophe zuletzt vor knapp 25 Jahren zwei schwere Flugzeugunglücke gegeben. Ein Jumbojet der kolumbianischen Linie Avianca war im November 1983 beim Landeanflug abgestürzt, 181 Menschen starben. Weniger als zwei Wochen später prallten auf der Startbahn des Airports eine Iberia- und eine Aviaco-Maschine im Nebel zusammen. 93 Menschen kamen ums Leben.
Ende 2006 war der Flughafen Barajas wegen eines Terroranschlags in den internationalen Schlagzeilen. Die baskische Untergrundorganisation ETA hatte in einem Parkhaus am neuen Terminal 4 eine Autobombe gezündet, zwei Menschen starben.
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