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Im vergangenen Jahr spendeten die Deutschen zwölf Prozent mehr als 2014.
Im vergangenen Jahr spendeten die Deutschen zwölf Prozent mehr als 2014.(Foto: dpa)

Starkes Plus wegen Flüchtlingskrise: Die Deutschen spenden mehr denn je

Um zu helfen, greifen die Deutschen so tief in die eigene Tasche wie nie zuvor: 5,5 Milliarden Euro flossen im vergangenen Jahr in die Spendenkassen von Kirchen und Hilfsorganisationen. Geld, das zum großen Teil auch an Flüchtlinge geht.

Die Deutschen haben im vergangenen Jahr laut einer Studie so viel gespendet wie nie zuvor. 5,5 Milliarden Euro gingen an Kirchen oder gemeinnützige Organisationen. Das waren fast zwölf Prozent mehr als im Vorjahr. Damit stellten die Deutschen einen neuen Spendenrekord auf, wie die in Berlin vorgestellte "Bilanz des Helfens" des Deutschen Spendenrates zeigt. "Sicher ist das Plus auch durch die Flüchtlingskrise bedingt", sagte GfK-Marktforscherin Gertrud Bohrer. Aber auch das Erdbeben in Nepal vom Mai sei ein weiterer wichtiger Spendengrund gewesen.

Mit zusätzlichen rund 500 Millionen Euro gab es in der humanitären Hilfe den stärksten Zuwachs. Dank der Spenden - vor allem aus Deutschland - konnte nach UN-Angaben die Versorgung der Flüchtlinge in Syrien und in der Region mit Lebensmitteln für die nächsten Monate gesichert werden. Die Vertriebenen in Jordanien, Libanon, Irak und Ägypten könnten nun bis Ende des Jahres versorgt werden, teilte das Welternährungsprogramm der UN (WFP) mit.

Großes Engagement für Flüchtlinge

Auch die vom Krieg betroffenen Familien in Syrien könnten von April bis Oktober Lebensmittelpakete erhalten. Die schlechte Versorgungslage galt 2015 als einer der hauptsächlichen Fluchtgründe. Laut GfK hat sich 2015 fast die Hälfte der Deutschen (47 Prozent) für Flüchtlinge engagiert. Gut jeder Dritte (34 Prozent) gab Sachspenden, 13 Prozent spendeten Geld oder engagierten sich ehrenamtlich.

Aber auch für Sport (21 Millionen) und den Tierschutz (10 Millionen) gaben die Deutschen im vergangenen Jahr mehr Geld aus als im Vorjahr. Weniger Spenden gingen an den Umwelt- und Naturschutz sowie die Kultur- und Denkmalpflege (11 Millionen Euro). Die Studie zum privaten Spendenaufkommen wurde von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) erstellt. Sie basiert auf einer schriftlichen Befragung von 10 000 Menschen.

Quelle: n-tv.de

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