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Die Wale werden mit Lastwagen an einen etwa eine  Stunde Fahrt entfernten Strand gebracht.

Die Wale werden mit Lastwagen an einen etwa eine Stunde Fahrt entfernten Strand gebracht.
(Foto: AP)

Freitag, 24. September 2010

Dramatische Rettungsaktion: 21 Grindwale gerettet

In Spirits Bay an der äußersten Nordspitze Neuseelands retten Tierschützer Dutzende Grindwale. Sie werden mit mit schwerem Gerät über Land transportiert. Die Wale waren die einzigen Überlebenden einer großen Gruppe von 80 Tieren, die am Mittwoch gestrandet war.

In einer beispiellosen Rettungsaktion sind in Neuseeland 21 gestrandete Grindwale zurück ins Meer bugsiert worden. Die bis zu zwei Tonnen schweren Tiere waren zuerst auf Lastwagen 50 Kilometer zu einer ruhigen Bucht gefahren worden, wo Helfer sie ausluden und dann aufs offene Meer dirigierten. Die Naturschutzbehörde war vor dem Rarawa-Strand bis zum späten Abend mit Tauchern und Booten im Einsatz, um zu verhindern, dass die Tiere erneut in Küstennähe gerieten. Drei Wale überlebten den Transport nicht. Zwei verendeten unterwegs, einer am Strand nach dem Abladen.

Noch nie seien in Neuseeland seines Wissens so viele gestrandete Wale auf einmal über Land transportiert worden, sagte Anton Van Helden, der Walexperte des Nationalmuseums Te Papa der Zeitung "New Zealand Herald". "Es ist ein riesiges Unterfangen und es birgt Risiken für die Wale, aber es ist ihre einzige Überlebenschance", sagte er. Die 24 waren die einzigen Überlebenden einer großen Gruppe, die am Mittwoch vor Spirits Bay an der Nordspitze Neuseelands strandete. Starker Wind und Wellen machten ihre Rückkehr ins tiefere Wasser unmöglich. Dutzende Tiere verendeten.

Großer Stress für die Tiere

Helfer kämpfen ums Überleben der riesigen Säugetiere.

Helfer kämpfen ums Überleben der riesigen Säugetiere.
(Foto: AP)

Rund 200 Tierpfleger und Freiwillige hatten die überlebenden Wale seit Mittwoch betreut. Die wuchtigen Tiere müssen ständig mit Wasser benetzt und aufrecht gehalten werden. Dennoch war es eine Tortur: "Wale leben naturgemäß im Wasser, deshalb ist der Druck auf die inneren Organe, wenn sie auf einem harten Untergrund liegen, und der Stress der ganzen Situation sehr schwer für sie", sagte der Einsatzleiter der Behörde, Jonathan Maxwell.

Unterdessen kämpften andere Tierärzte um das Leben einer Suppenschildkröte, die aus den tropischen Gewässern Australiens tausende Kilometer abgetrieben und nördlich von Wellington an Land gespült worden war. Das 70 Zentimeter lange Tier leide an einem Kälteschock und Lungenentzündung und habe einen Bruch im Panzer, teilten die Ärzte mit.

dpa

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