Panorama

Tödliches Gedränge in BudapestDrei Frauen sterben in Disko

16.01.2011, 11:26 Uhr

Eine Party-Nacht nimmt für drei junge Frauen ein tödliches Ende: In einer Budapester Diskothek bricht eine Massenpanik aus. Tausende Menschen streben zu den Ausgängen, die Frauen werden zu Boden gerissen und überrannt. Im Internet kommen Vergleiche zur Loveparade-Katastrophe auf.

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(Foto: picture-alliance/ dpa)

Bei einer Massenpanik in einer Budapester Diskothek sind drei junge Frauen getötet worden. Sie seien zu Tode getrampelt worden, als Tausende Menschen durch die engen Ausgänge des Lokals drängten, bestätigte die Budapester Polizei. Zunächst blieb unklar, was die Panik ausgelöst hatte. Frühere Berichte, denenzufolge eine Massenschlägerei der Tragödie vorausgegangen sei, wurden von der Polizei dementiert. Auch hat es nach Angaben des ungarischen Rettungsdienstes keine Verletzten gegeben.

Das West-Balkan, wo sich die Tragödie ereignete, gilt als einer der beliebtesten Party-Clubs in Budapest. Eine große Zahl von hauptsächlich jungen Menschen hatte sich eingefunden, um sich in dem auf mehrere Etagen verteilten Lokal zu amüsieren. Augenzeugen berichteten dem Internet-Portal "index.hu" über einen enormen Andrang am Eingang und im Bereich der Garderobe kurz vor dem Unglück. Einige zogen Vergleiche zur tödlichen Massenpanik bei der Love Parade im letzten Juli in Duisburg, bei der 21 Menschen ums Leben gekommen waren.

Die Polizei wollte nach Medienberichten untersuchen, ob sich eine größere als die zulässige Zahl an Menschen in der Disco aufhielt und ob ausreichende Fluchtwege zur Verfügung standen. Hunderte junge Disco-Besucher verbrachten die Nacht im Wartesaal des nahe gelegenen Westbahnhofs. Beim fluchtartigen Verlassen des Unglückslokals mussten sie ihre Mäntel und Jacken an der Garderobe zurücklassen, in denen sie ihre Wohnungs- und Autoschlüssel eingesteckt hatten.

Quelle: dpa