Elf Kumpel in Mexiko vermisstDrei Tote nach Minenunglück
Dramatische Stunden in Mexiko: Bei einer Explosion in einem Bergwerk im Norden des Landes kommen mindestens drei Arbeiter ums Leben. Elf Kumpel sitzen rund 50 Meter unter der Erde fest. Austretendes Gas behindert die Rettungsarbeiten, die Hoffnungen auf eine Rettung schwinden.
Bei einem Bergwerksunglück in der nordmexikanischen Ortschaft Sabinas sind mindestens drei Bergleute ums Leben gekommen. Elft weitere seien in der Kohlegrube Binsa im Bundesstaat Coahuila nach einer Explosion eingeschlossen, teilte Arbeitsminister Javier Lozano mit. Ein Mensch wurde bei dem Unglück in Sabinas Coahuila schwer verletzt, berichteten lokale Medien. Ihm wurden später beide Arme amputiert.
Die Zahl der Todesopfer droht laut Lozano weiter zu steigen: "Die Aussichten sind nicht ermutigend." In dem Bergwerk hatte sich in etwa 50 Metern Tiefe eine Gasexplosion ereignet. Einsatzkräfte versuchten in einem Wettlauf gegen die Zeit, die verschütteten Bergleute zu retten, konnten aber zunächst nur drei Leichen bergen. Die hohe Methangas-Konzentration verzögerte den Beginn der Rettungsaktion.
In Mittel- und Südamerika kommt es wegen mangelnder Sicherheitsbestimmungen oft zu Grubenunglücken. Legendären Status erreichten die "33" in Chile, die im vergangenen Oktober auf spektakuläre Art und Weise gerettet werden konnten, nachdem sie wochenlang unter der Erde eingeschlossen waren.