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"Ich kann Mama nicht wecken": Dreijährige führt Polizei zu toter Mutter

Normalerweise bringt ihre Mutter sie immer in den Kindergarten. Doch an diesem Morgen ist nichts normal. Weil sie ihre Mama nicht wecken kann, macht sich ein dreijähriges Mädchen alleine auf den Weg.

Britische Polizisten im Einsatz. (Archiv)
Britische Polizisten im Einsatz. (Archiv)(Foto: REUTERS)

Weil ein kleines Mädchen ihre Mama nicht aufwecken kann, macht sich die Dreijährige im englischen Burton-upon-Trent selbst auf den Weg in den Kindergarten. Als ein Polizist, der nicht im Dienst ist, gegen 11 Uhr gemeinsam mit seiner Frau das Kind entdeckt, stoppt er seinen Wagen und spricht das Mädchen an.

Nachdem sich das Mädchen dem Polizisten und seiner Frau anvertraut hatte, begleiteten sie die beiden nach Hause. Dort findet sich die traurige Erklärung für die Äußerung des Mädchens "Ich kann meine Mama nicht wecken". Vor Ort kann nur noch der Tod der 30-jährigen Nicolla Rushton festgestellt werden. Ein Sprecher des Notdienstes sagte: "Leider ist sehr schnell klar geworden, dass für die Frau nichts mehr getan werden konnte, um ihr Leben zu retten. Noch vor Ort wurde sie für tot erklärt."

Offenbar lebte die Frau sehr zurückgezogen. "Ich bin geschockt, ich kannte sie nicht besonders gut, aber sie schien sehr glücklich und liebte ihr Kind. Es ist schlimm, wenn so etwas in der Nachbarschaft passiert", zitierte die britische "Sun" einen Nachbarn.

Steve Maskrey, Polizeichef von Staffordshire, lobte seinen Polizisten und sagte, es zeige, seine Angestellten seien niemals außer Dienst: "Der Polizist und seine Frau nahmen sich für das kleine Mädchen Zeit und blieben bei ihr, bis der Notdienst kam. Leider konnte für die Mutter nichts mehr getan werden. Meine Gedanken sind bei der Familie und Freunden der Toten in dieser schweren Zeit. Das kleine Mädchen ist nun bei ihrer Familie in Sicherheit."

Die herzzerreißenden Details rund um die Entdeckung der alleinerziehenden Mutter wurden am Dienstag bekannt, als die Polizei mitteilte, es gäbe keine Gründe von einem Gewaltverbrechen auszugehen.

Quelle: n-tv.de

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