Panorama
Dutroux auf einer Aufnahme aus dem Jahr 2004
Dutroux auf einer Aufnahme aus dem Jahr 2004(Foto: REUTERS)

Behörden lehnen ab: Dutroux beantragte Freigang

Ein dunkles Verlies im Keller, schreckliche Folter und jämmerlich verhungernde Mädchen - die Verbrechen des Marc Dutroux sind voll unfassbarer Grausamkeiten. Zu lebenslanger Haft wurde er dafür verurteilt. Doch nun beschäftigt er die Justiz mit immer neuen aussichtslosen Anträgen.

Der zu lebenslanger Haft verurteilte belgische Kindermörder Marc Dutroux hat nach Angaben der Strafvollzugsbehörden regelmäßigen Freigang beantragt. Dutroux habe den Antrag auf einen Tag und eine Nacht Hafturlaub pro Monat bereits im April gestellt, sagte ein Behördensprecher dem belgischen Fernsehsender VTM. Die Bitte sei jedoch abgelehnt worden.

Erst am Freitag war bekannt geworden, dass der als "meistgehasster Mann Belgiens" geltende berüchtigte Kindermörder beantragt hat, seine zu können. Knapp zwei Wochen zuvor war seine Ex-Frau und Komplizin unter Auflagen vorzeitig aus der Haft entlassen worden.

Dutroux hatte zwischen Juni 1995 und August 1996 sechs Mädchen entführt und vier von ihnen getötet. Laut Gesetz könnte er im April 2013 Antrag auf vorzeitige Haftentlassung stellen. Nach Einschätzung belgischer Rechtsexperten hat er jedoch kaum Chancen auf Erfolg, da Psychiater im Prozess gegen ihn eine hohe Wiederholungsgefahr diagnostiziert hatten.

Quelle: n-tv.de

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