Panorama

1000 Euro für Stuhl des Porno-KillersEbay stoppt Versteigerung

11.06.2012, 15:46 Uhr
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Mit diesem Stuhl hätte man ohne Zweifel seine Gäste beeindrucken können. (Foto: picture alliance / dpa)

Der Besitzer des Internet-Cafés aus Berlin, der den Porno-Killer Luka Rocco Magnotta in seinem Lokal entdeckt und für dessen Festnahme sorgt, will den Stuhl bei Ebay versteigern, auf dem der 29-Jährige saß. Doch daraus wird nichts.

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Luka Rocco Magnotta sitzt in Berlin in U-Haft. (Foto: picture alliance / dpa)

Der Stuhl, auf dem der mutmaßliche Porno-Killer Luka Rocco Magnotta bei seiner Festnahme in einem Berliner Internet-Café saß, sollte auf Ebay versteigert werden. Der schwarze Stuhl diente dem 29-jährige Mordverdächtige nur 70 Minuten lang, bevor ihn die Polizei verhaftete.

Innerhalb von 34 Stunden war das Angebot für den Stuhl auf über 1000 Euro gestiegen, wie die "Berliner Zeitung" berichtet. 36 Bieter wollten das Möbelstück kaufen. Beworben wurde der Stuhl mit Sätzen wie: "Erwerben Sie dieses einmalige Stück, es wird bei Ihnen zu Hause stets für Gesprächsstoff sorgen."

Ebay stoppte schließlich die Auktion. Der Verkauf verstoße gegen die Grundsätze des Unternehmens, hieß es. "Wir wollten das Geld den Angehörigen des Opfers spenden", beteuert die Freundin des Lokal-Chefs gegenüber der Zeitung.

Magnotta wird verdächtigt, Ende Mai in Montreal (Kanada) einen chinesischen Studenten vor laufender Kamera getötet und anschließend zerstückelt zu haben. Einzelne Leichenteile des Opfers soll er an Parteizentralen in Ottawa geschickt haben.

Zudem überprüft die Polizei eine mögliche Verbindung Magnottas zu einem bislang ungeklärten Mord, der 2009 in Miami begangen wurde. Der Fall von damals weise nach Angaben der Ermittler Parallelen zum aktuellen Fall auf.

Quelle: ntv.de, ppo/AFP