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90 Barren Gold: Für wen war der Schatz bestimmt? (Archivbild)
90 Barren Gold: Für wen war der Schatz bestimmt? (Archivbild)(Foto: REUTERS)

Verdächtige Geldtransporter: Ecuador stoppt Gold-Lieferung

Spektakulärer Fund in Südamerika: Den Behörden in Ecuador geht eine mysteriöse Edelmetall-Sendung ins Netz. Der Erfolg der Ermittler wirft ein Schlaglicht auf die dunkle Seite der Warenströme im Grenzgebiet zwischen Peru und Kolumbien.

Die Polizei in Ecuador hat eine illegale Gold-Lieferung beschlagnahmt. Die 90 Barren im Wert von 2,5 Millionen Dollar (umgerechnet rund 2,3 Millionen Euro) wurden in Arenillas nahe der peruanischen Grenze in zwei Geldtransportern sichergestellt, wie die Generalstaatsanwaltschaft Ecuadors bekanntgab. Zehn Menschen seien festgenommen worden. Die Behörden vermuten, dass das Gold von Peru aus ins Land geschmuggelt wurde. Für wen die Edelmetall-Sendung bestimmt war, ist noch unklar.

Ecuador liegt an der Pazifikküste Südamerikas und teilt sich Landgrenzen lediglich mit den beiden Nachbarstaaten Peru im Süden und Osten sowie Kolumbien im Nordosten. Schmuggel ist ein großes Problem: Im nur schwach erschlossenen Hinterland können die Behörden Ecuadors die über weite Strecken unzugänglichen Grenzgebiete kaum wirksam kontrollieren. Hin und wieder gelingen den Ermittlern kleinere Erfolge. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass die Menge der unentdeckten Lieferungen sehr viel umfangreicher ist.

Kokain, Gold, Waffen

Erst vor wenigen Tagen hatten ecuadorianische Sicherheitskräfte an der Grenze zu Kolumbien eine mutmaßlich für die linke Rebellengruppe Farc bestimmte Waffenlieferung abgefangen. Die Ladung habe vermutlich mit einem Schnellboot ins Nachbarland geliefert und möglicherweise gegen Kokain getauscht werden sollen, teilte Ecuadors Vize-Innenminister Diego Fuentes mit.

Es seien unter anderem 29.000 Schuss Munition sowie 16 Handgranaten beschlagnahmt worden, hieß es. Zwei Männer wurden im Küstenort San Lorenzo in der Provinz Esmeraldas am Pazifik festgenommen. Die Rebellen verhandeln seit über zwei Jahren mit der kolumbianischen Regierung über eine Beilegung des seit Jahrzehnten andauernden Konflikts.

Drogen-Kuriere vor Galapagos

Abgesehen von den politischen Konflikten in der Region führt durch das Land und seine küstennahen Gewässer am Pazifik auch eine wichtige Schmuggelroute für Drogen in Richtung Nordamerika. Ecuador gilt als wichtiges Transitland für Kokain aus Kolumbien und Peru.

Ende Februar zum Beispiel entdeckten Drogenfahnder auf einem Schiff vor der Küste Ecuadors zwei Tonnen an verbotenen Substanzen - offenbar handelte es sich um Kokain. Die Ermittler stoppten das Fischerboot etwa 200 Kilometer vor den Galapagos-Inseln, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Die Drogen sollten demnach offenbar nach Mittelamerika transportiert werden. Neun Verdächtige wurden festgenommen.

Seit Jahresbeginn hatten die ecuadorianischen Behörden bei Einsätzen auf hoher See bis Ende Februar bereits etwa zehn Tonnen Kokain beschlagnahmt. Im vergangenen Jahr hatten die Ermittler insgesamt 60 Tonnen an illegalen Drogen sichergestellt.

Quelle: n-tv.de

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