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Ein ehemaliger Hausmeister des Aachener Justizzentrums ist wegen Totschlags verurteilt worden.
Ein ehemaliger Hausmeister des Aachener Justizzentrums ist wegen Totschlags verurteilt worden.(Foto: dpa)

Eigene Frau erwürgt und "entsorgt": Ehemann muss siebeneinhalb Jahre in Haft

Niemand traute dem Angeklagten die Tat zu. Zeugen beschreiben den 54-Jährigen als ruhig und zurückhaltend. Und doch hat er seine Frau, die als launisch und aufbrausend galt, getötet. Für den Mord muss er nun ins Gefängnis.

Ein 54-jähriger Mann, der seine Frau im Streit um nicht herausgebrachten Müll umgebracht hat, ist in Aachen wegen Totschlags verurteilt worden. Der Angeklagte habe das ständige Lamentieren und die Vorwürfe seiner Frau sattgehabt, stellte der Vorsitzende Richter in seiner Urteilsbegründung fest. Das Gericht verurteilte ihn zu sieben Jahren und sechs Monaten Haft. Die Anklage hatte zwölf Jahre gefordert.

Niemand habe dem Angeklagten die Tat zugetraut, so die Richter im Urteil. Zeugen beschrieben den 54-Jährigen als ruhig und zurückhaltend. Und doch hatte er seine Frau, die als launisch und aufbrausend galt, getötet.

Kurz vor der Tat hatte sie wieder einmal einen Streit begonnen, wieder ihren Mann mit Vorwürfen überschüttet, wieder nach ihm geschlagen. Als er sie nicht beruhigen konnte, war das Maß für ihn voll. Er erwürgte sie, packte sie in einen Koffer und fuhr mit einem Taxi ins niederländische Maastricht, wo er die Tote wie Unrat in der Maas "entsorgte".

Sein Verteidiger wertete die Tat als Totschlag in einem minder schweren Fall und forderte sechs Jahre und sechs Monate Haft. Die Frau habe ihren Mann in dem Streit körperlich angegriffen und beleidigt. Sonst habe er immer alles runtergeschluckt, aber die Situation habe das Fass zum Überlaufen gebracht.

Der 54-Jährige sei in einem seelischen Ausnahmezustand gewesen. Mit einem Taxi sei er ins niederländische Maastricht gefahren und habe den Koffer mit der Leiche in die Maas geworfen. Tage später war der Koffer an der Wasseroberfläche aufgetaucht.

Quelle: n-tv.de

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