Panorama
Donnerstag, 09. November 2017

Auftragsmörderin überführt: Ehemann täuscht eigene Hinrichtung vor

Klingt nach einem Krimi, ist aber keiner: In Houston will eine Frau ihren Mann durch einen Auftragskiller umbringen. Doch der bekommt Wind von der Sache - und entkommt dem Tod. Mit einem ausgebufften Plan.

Der Fall von Ramon Sosa liegt schon eine Weile zurück, doch er ist so skurril, dass seine Geschichte jetzt um die Welt geht. Vor etwa zwei Jahren lief es schlecht in der Ehe des US-Amerikaners. Zusammen mit seiner Frau Maria betrieb Sosa in Houston (US-Bundesstaat Texas) ein Fitnessstudio, doch die Geschäfte liefen schlecht, wie die "Daily Mail" berichtet. Sie waren kurz davor, Pleite zu gehen.

"Ich dachte, wir würden das gemeinsam durchstehen", wird der ehemalige Box-Lehrer zitiert. Seine Frau sah das allerdings nicht so. Die damals 43-jährige Mexikanerin verlangte die Scheidung. Und damit nicht genug, sie wollte ihren Ehemann offenbar für immer loswerden und heuerte einen Mittelsmann an, der sich um einen Auftragsmörder kümmern sollte. Was die kaltblütige Ehefrau allerdings nicht wusste: Der Mittelsmann und ihr Ehemann kannten sich.

Eines Tages erhielt Sosa einen Anruf eines ehemaligen Box-Schülers. Der erzählte ihm, seine Frau wolle ihn umbringen. "Ich kannte ihn, weil ich ihn gecoacht habe", berichtet Sosa weiter. Er habe zunächst an einen Scherz geglaubt. Die beiden schmiedeten einen Plan. Der Mittelsmann zeichnete ein Gespräch mit der 43-Jährigen auf, die pikante Aufnahme präsentierten sie der Polizei. Doch statt die Frau umgehend zu überführen, beschlossen die Beamten, ihr eine Falle zu stellen.

Sie schminkten Sosa leichenblass inklusive Einschussloch an der Schläfe, legten ihn gefesselt in eine Grube in der texanischen Wüste und fotografierten die "lebendige Leiche". Im Dreck zu liegen und so zu tun, als sei ich tot, war schrecklich, so Sosa. Anschließend versteckte sich der Ehemann mehrereTage in einem Hotel.

Als ein in zivil auftretender Polizist der Ehefrau die inszenierten Fotos zeigte und von dem vermeintlichen Tod ihres Partners unterrichtete, lachte sie dem Bericht zufolge laut auf. Ein Gericht verurteilte Maria Sosa im Oktober vergangenen Jahres zu 20 Jahren Haft.

Quelle: n-tv.de

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