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Datendiebstahl bei SchülerVZ: Ein Fall von Erpressung

(Foto: dpa)

Dienstag, 20. Oktober 2009

Datendiebstahl bei SchülerVZ: Ein Fall von Erpressung

Der 20-jährige Mann aus Erlangen, der nach dem Datenklau beim Online-Netzwerk SchülerVZ in U-Haft sitzt, wollte mit den Daten insgesamt 80.000 Euro erpressen. "Der Kern des Vorwurfs gegen den Mann ist derzeit nicht die datenschutzrechtliche Frage, sondern der Erpressungsversuch", sagte der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Martin Steltner.

Der Erpresser habe zunächst 20.000 Euro vom VZ-Netzwerk als Betreiber von SchülerVZ gefordert und angedroht, die Daten sonst nach Osteuropa zu schaffen. Der Verdächtige sei der Polizei bereits aus anderen Zusammenhängen bekannt. Genauere Angaben wollte Steltner zunächst nicht machen.

Die VZ-Netzwerke betreiben neben SchülerVZ auch StudiVZ und Mein VZ mit nach eigenen Angaben rund 15 Millionen Mitgliedern. Bei SchülerVZ waren im großen Umfang Nutzerdaten kopiert und illegal weitergegeben worden. Dem Internetblog "netzpolitik.org" waren nach eigenen Angaben mehr als eine Million Datensätze von SchülzerVZ-Usern angeboten worden.

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dpa

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