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Der Bus war von der Fahrbahn abgekommen und kippte zur Seite.
Der Bus war von der Fahrbahn abgekommen und kippte zur Seite.(Foto: dpa)
Sonntag, 17. September 2017

Auf dem Weg zum Kirchenfest: Eine Tote bei Busunfall im Münsterland

Bei einem schweren Busunfall auf einer Landstraße im münsterländischen Tecklenburg ist ein weiblicher Fahrgast ums Leben gekommen. 21 Menschen wurden verletzt und kamen in Krankenhäuser, wie der Kreis Steinfurt mitteilte. Der Pendelbus sollte Teilnehmer einer kirchlichen Großveranstaltung von einem Parkplatz im Ortsteil Ledde nach Tecklenburg bringen.

Insgesamt waren 77 Menschen an Bord, als der Bus aus noch ungeklärter Ursache in einer Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn abkam und auf die Seite kippte. Am Steuer saß eine 53 Jahre alte Busfahrerin. Sie blieb unverletzt. Unter den Insassen waren auch drei Kinder und zwei Jugendliche, wie die Polizei berichtete. Sie kamen ebenfalls ohne Verletzungen davon.

In Tecklenburg feierten die Evangelischen Kirchenkreise Münster, Steinfurt-Coesfeld-Borken und Tecklenburg ein Fest aus Anlass des 500. Jahrestages der Reformation. Die ersten Notrufe waren um 10.41 Uhr eingegangen. Wegen der Großveranstaltung im benachbarten Tecklenburg seien sehr viele Rettungskräfte in der Nähe gewesen und hätten den Unfallort schnell erreichen können, sagte Kreissprecherin Kirsten Weßling.

Sieben Notärzte und 17 Notfallseelsorger waren vor Ort. Auch zwei Rettungshubschrauber kamen zum Einsatz. In einer Schule wurde ein Betreuungsplatz eingerichtet. Der Bus wurde geborgen und von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt. Hinweise auf technische Mängel seien zunächst nicht gefunden worden, so der Polizeisprecher.

Verletzte bei Unfall in Brandenburg

Einen weiteren Busunfall gab es in Brandenburg. Dort verunglückten ein mit rund 70 Menschen besetzter Reisebus und zwei Autos. Zwei Insassen eines Pkw seien schwer verletzt worden, einige der Passagiere des Busses hätten einen Schock erlitten, sagte ein Polizeisprecher. Es bestehe der Verdacht, dass der Fahrer nicht fahrtüchtig gewesen sei und unter Medikamenteneinfluss gestanden habe, eine Blutprobe sei angeordnet.

Der Bus war auf dem Weg von Berlin nach Hamburg. Der Bus rammte zwischen Herzsprung und Dreieck Wittstock-Dosse im Landkreis Ostprignitz-Ruppin zunächst ein Fahrzeug beim Überholen und schob dann ein weiteres rund 300 Meter vor sich her, wie der Sprecher sagte. Dessen Fahrerin und ein zweiter Insasse wurden schwer verletzt. Dann geriet der Bus nach rechts über den Fahrbahnrand hinaus und musste in Schräglage abgestützt werden, um nicht umzustürzen. Der Polizeisprecher sagte, der Bus solle im Laufe der Nacht geborgen werden.

Wie ein Polizeisprecher weiter mitteilte, handelt es sich um einen Flixbus, der aus Berlin über Hamburg nach Kiel fahren wollte. Ein Ersatzbus sei eingesetzt worden, um die Fahrgäste aufzunehmen. Einige Businsassen mussten versorgt werden, weil sie nicht an ihre Medikamente kamen, die sich noch im Bus befanden. Während der Wartezeit auf den Ersatzbus seien die Passagiere vom Katastrophenschutz mit Decken und Verpflegung versorgt worden, sagte der Sprecher.

Quelle: n-tv.de

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