Im vergangenen Jahr kamen in Berlin Sechslinge zur Welt.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Mittwoch, 19. August 2009
Angebliche Zwölflinge
Eine "große Farce"
Das tunesische Gesundheitsministerium hat Berichte über die Zwölflings-Schwangerschaft einer Tunesierin als "große Farce" zurückgewiesen.
Die 34-jährige Frau sei nie im Krankenhaus von Gafsa gewesen, sagte der Ministerialdirektor Mongi Hamrouni in Tunis. Man könne eine eingebildete Schwangerschaft nicht ausschließen.
Tunesische Zeitungen hatten berichtet, die Frau erwarte sechs Jungen und sechs Mädchen. Krankenhausärzte von Gafsa hätten den Zustand der Frau und der zwölf Föten als "sehr gut" bezeichnet. Ihr Mann Marwen Aladab wurde mit den Worten zitiert, seine Frau habe keine Hormone genommen, sondern sei auf natürliche Weise schwanger geworden. Die Frau soll nach Presseberichten seit Jahren arbeitslos sein und seit 2007 zwei Fehlgeburten gehabt haben.
Untersuchungen verweigert
"Gestern haben wir einen mit modernsten Mitteln ausgestatteten Krankenwagen und Mediziner zum Haus der Frau in Gafsa geschickt", sagte Hamrouni. "Doch sie hat alle Untersuchungen strikt verweigert." Gafsa liegt 400 Kilometer südwestlich von Tunis. "Wir konnten sie nicht mit Gewalt zu einer Diagnose zwingen, denn das ist ethisch und gesetzlich verboten", sagte Hamrouni. "Diese Frau wurde niemals ins Regionalkrankenhaus Gafsa aufgenommen und keiner unserer Ärzte hat vorgegeben, dass eine Tunesierin mit zwölf Föten schwanger sei."
Marwen Aladab, ein Arabischlehrer, verweigerte den Medien jeden Kontakt zu seiner Frau. Seine Frau sei nicht zu Hause. Seine Schwester Lamia Aladab erklärte, dass die Medien sich an ihren Rechtsanwalt Lotfi Smatt wenden sollten.
dpa
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