Donnerstag, 15. Dezember 2005
"Es kann viel passieren": Endlich weiße Weihnachten?
Die Chancen für Weiße Weihnachten in Deutschland stehen angeblich nicht schlecht. Das Wetter stellt sich auf eine Nordwestströmung um, so dass kalte Luft ins Land kommt. Europäische Wettermodelle sagten für die nächste Woche Temperaturen um Null Grad und Schneefälle voraus, teilt der Deutsche Wetterdienst mit.
Neun Tage vor dem Fest wollen sich die Meteorologen aber noch nicht festlegen: "Bis dahin kann noch viel passieren". Fest steht, dass die Schneefallgrenze in den nächsten Tagen auf etwa 300 Meter sinkt. Vor allem an den Nordhängen der Gebirge soll der Schnee liegen bleiben, und damit steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Feiertage winterlich werden. "Die Chancen nehmen zu - im Tal etwas, in den Bergen mehr", so der Wetterdienst weiter. Allerdings könnte Tauwetter mit milden westlichen und südwestlichen Winden noch vor Weihnachten die weiße Pracht wieder zum Schmelzen bringen: Etwa alle zwei Jahre beobachten die Meteorologen in Deutschland das "Weihnachts-Tauwetter" zwischen dem 24. und dem 29. Dezember.
Der Wunsch nach Schnee an allen drei Weihnachtsfeiertagen geht nach der Statistik hier zu Lande nur selten in Erfüllung. Meist feiern die Deutschen "Grüne Weihnachten". 1986 war das letzte Weihnachtsfest, an dem ganz Deutschland unter einer Schneedecke lag. Beim Weihnachtsschnee gibt es ein deutliches Süd-Nord-Gefälle: Im Südosten Bayerns ist die Wahrscheinlichkeit am größten, an der Nordseeküste am geringsten.
Von den Großstädtern haben die Menschen in München die größte Chance, an allen drei Festtagen durch Schnee zu stapfen. Nach der DWD-Statistik liegt dort etwa alle drei Jahre am 24., 25., und 26. Dezember eine geschlossene Schneedecke. In Dresden gibt es das immerhin alle vier bis fünf Jahre, in Hamburg alle neun Jahre und in Frankfurt und Aachen im Schnitt nur alle zehn Jahre.
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